Vernetzung

PresentPast – Psychosoziale Arbeit nach kollektiver Gewalt
Transnationale Dialoge
Seit 2014 gestalten wir einen kontinuierlichen deutsch-israelischen Austausch zur psychosozialen Arbeit nach kollektiver Gewalt. In gemeinsamen Dialogen, Fachforen und Begegnungen mit israelischen Partnerorganisationen wurden über Jahre hinweg zentrale fachliche Prinzipien weiterentwickelt.
Die Fachforen bieten Räume für Reflexion, gegenseitiges Lernen und die Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen und tragen zur Stärkung transnationaler psychosozialer Praxis bei.
Qualifizierung & Wissenstransfer
PresentPast umfasst Fortbildungs- und Lernformate, in denen psychosoziale Konzepte, Methoden und Erfahrungen aus der Arbeit mit Überlebenden der Shoah und ihren Nachkommen weiterentwickelt werden – auch im Kontext anderer Gewalterfahrungen.
Im Projekt PresentPast Ukraine wurden Erfahrungen aus der psychosozialen Arbeit mit den Folgen der Shoah in einen transnationalen Dialog mit Akteur:innen aus der Ukraine eingebracht. Im Mittelpunkt standen gegenseitiges Lernen, fachliche Qualifizierung und die Stärkung lokaler Akteur:innen. Ziel war es, psychosoziale Unterstützung jenseits von kurzfristiger Hilfe zu begreifen und historische, gesellschaftliche und aktuelle Traumadimensionen gemeinsam zu reflektieren.
Vernetzung & Projektentwicklung
PresentPast unterstützt die Weiterentwicklung gemeinsamer Projekte und die Übertragung bewährter Ansätze in neue gesellschaftliche und politische Kontexte und beteiligt sich an Aufbau und Stärkung internationaler psychosozialer Netzwerke.
Leben nach dem Überleben

In Between Polarities – Konfliktsensible psychosoziale Arbeit in Israel

Fachforum
Ein Highlight von In Between Polarities war das Fachforum 2025 in Berlin. Es brachte jüdische und palästinensische psychosoziale Fachkräfte aus Israel mit Akteur:innen aus Deutschland zusammen und öffnete einen Raum für vertiefte fachliche Reflexion über die psychosozialen Folgen der aktuellen Konfliktsituation. Im Austausch über trauma- und konfliktsensible Ansätze entstanden gemeinsame Perspektiven und konkrete Impulse für psychosoziale Arbeit in konflikthaften gesellschaftlichen Kontexten.
Ansatz
Das Programm verbindet traumasensible Qualifizierung mit konfliktsensibler Praxis und Elementen der Konflikttransformation. In geschützten, moderierten Räumen fördert In Between Polarities Perspektivwechsel, professionellen Austausch und gegenseitiges Lernen zwischen jüdischen und palästinensischen Fachkräften. Ziel ist es, psychosoziale Ansätze weiterzuentwickeln und nachhaltige Kooperationsstrukturen aufzubauen. Zentral ist es,Fachkräfte darin zu stärken, psychosoziale Unterstützung in einem von anhaltendem Konflikt und gesellschaftlicher Polarisierung geprägten Kontext verantwortungsvoll, dialogorientiert und langfristig zu gestalten.
Resonanzen: transnationale Impulse

Menda Yek: Selbstorganisation von Sinti:zze

Menda Yek ist eine Selbstorganisation von Sinti:zze. Sie verbindet psychosoziale Arbeit, Erinnerung und Selbstvertretung. Leitend ist der Anspruch: „Nicht über uns ohne uns.“ Erfahrungen von Verfolgung und Ausgrenzung werden aus der Perspektive der Betroffenen selbst bearbeitet.
Diese Haltung verbindet Menda Yek eng mit AMCHA. Wir begleiten die Organisation fachlich und in der Vernetzung. So stärken wir community-nahe und psychosozial reflektierte Ansätze.







