Reflexions-Workshop im Rahmen der Bildungsfahrt der Kurdischen Gemeinde Deutschland nach Bergen-Belsen

Vom 05. bis 07. Juni 2026 führte die Kurdische Gemeinde Deutschland eine Bildungsfahrt zur KZ-Gedenkstätte Bergen Belsen durch, im Rahmen ihres Projektes „Und was sage ich dann? Über Antisemitismus sprechen“ innerhalb des Programms „Strukturen schaffen gegen Antisemitismus“ (EVZ). Der Einladung zur Mitwirkung kamen wir sehr gern nach; mit einem Reflexions-Workshop durfte Myrthe Rosenbaum von AMCHA Deutschland die etwa 20 Teilnehmenden in ihrem umfangreichen Tagungsprogramm unterstützen. Nicht nur Raum zum Reflektieren der Eindrücke und Empfindungen beim Besuch der Gedenkstätte war ein Bedürfnis, ein besonderer Fokus lag auf der Übertragung auf Erfahrungen kollektiver Gewalt und Trauma von Kurd*innen. Dadurch konnte eine intensive und persönliche Begegnung entstehen, in der sich historische Erfahrungen und gegenwärtige Realitäten berührten und die Teilnehmenden ihre eigenen Perspektiven, Fragen und Emotionen in einem geschützten Rahmen miteinander teilen konnten. Der Workshop wurde so zu einem Moment des Innehaltens, der Verbindung und der gemeinsamen Verantwortung, Wege des Umgangs und der Weitergabe zu reflektieren.

Das Projekt “Und was sag ich dann? – Über Antisemitismus sprechen” möchte die kritische Auseinandersetzung mit Antisemitismus fördern und präventive antisemitismuskritische Strukturen schaffen, um für judenfeindliche Stereotype und Denkmuster sowie deren Dekonstruktion zu sensibilisieren.