Am 27. Januar 2026 fand im Maxim Gorki Theater in Kooperation mit AMCHA Deutschland der Abend „Leben nach dem Überleben“ anlässlich des bundesweiten Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus statt. Achtzig Jahre nach der Befreiung von Auschwitz wurden in szenischen Lesungen aus dem gleichnamigen Buch von Helena Schätzle Lebensgeschichten von Überlebenden und ihren Familien präsentiert.
Die Schauspielerin Anastasia Gubareva las ausgewählte Passagen, begleitet von projizierten Fotografien sowie musikalischen Beiträgen von Michael Glucksmann (Gitarre/Bass) und Wassim Mukdad (Oud). Die Verbindung von literarischem Text, Bild und Musik eröffnete einen vielschichtigen Zugang zu Erinnerungs- und Erfahrungsräumen, die zwischen individueller Biografie und kollektiver Geschichte vermitteln.
Im anschließenden Gespräch diskutierten Dr. Martin Auerbach und Ami Steinitz Fragen transgenerationaler Traumatisierung, biografischer Positionierung in der sogenannten zweiten Generation sowie gegenwärtiger gesellschaftlicher Verantwortung im Umgang mit den Nachwirkungen der Shoah.
Die Veranstaltung verband künstlerische Darstellung, biografisches Zeugnis und fachliche Reflexion und schuf damit einen interdisziplinären Raum der Auseinandersetzung mit Erinnerung, Weitergabe und Gegenwartsbezug.
Eine Aufzeichnung liegt vor und kann auf Anfrage bereitgestellt werden.
Copyright: Ute Langkafel

