ZEITZEUGENGESPRÄCH

mit Giselle Cycowicz am 19. Juni 2017 vor Schülerinnen und Schülern in Berlin

Bildnachweis: Otto-Nagel-Gymnasium

Am 19. Juni 2017 konnten etwa 100 Schülerinnen und Schüler des Otto-Nagel-Gymnasiums in Berlin-Biesdorf den Schilderungen der Überlebenden und AMCHA-Therapeutin Dr. Giselle Cycowicz in einem Zeitzeugengespräch folgen.

Giselle Cycowicz wurde am 25. Februar 1927 in Chust in der heutigen Ukraine geboren. Nach der Besetzung durch Deutschland 1944 wurde sie mit ihrer Familie in ein Ghetto interniert und später nach Auschwitz-Birkenau deportiert, wo ihr Vater ermordet wurde. Ihre Schwestern und die Mutter überleben Terror und Gewalt. Als besonders traumatisch erinnert sie den Moment der Befreiung 1945: „Die SS sagte uns, dass wir frei seien. Wir könnten gehen, wohin wir wollten und dürften tun, was wir wollten. Aber es gab keinen Ort, wo wir hätten hingehen können.“