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Nachruf auf Rita Süssmuth

Bildrechte: Rita Süssmuth im Bundestag, 2021. Bild von Stella v. Saldern im Auftrag des Deutschen Bundestages

Am Sonntag, den 1. Februar 2026, ist Rita Süssmuth verstorben. Mit ihr verliert auch AMCHA Deutschland e.V. eine langjährige Unterstützerin und verlässliche Begleiterin unserer Arbeit.

Wir haben Rita Süssmuth als eine Politikerin erlebt, die demokratische Verantwortung konsequent ernst nahm: im Einsatz für Teilhabe, für Menschenwürde und gegen Ausgrenzung. In ihren Ämtern als Bundesministerin (1985–1988) und als Präsidentin des Deutscher Bundestag (1988–1998) verband sie politische Klarheit mit einer respektvollen Art des Umgangs.

AMCHA war sie über viele Jahre verbunden. Sie gehörte dem Ehrenrat unserer Organisation an und hat die psychosoziale Unterstützung von Holocaust-Überlebenden und ihren Familien aufmerksam und solidarisch begleitet. Die Anerkennung der langfristigen seelischen Folgen der Shoah und die Verantwortung gegenüber den Überlebenden im Hier und Heute waren ihr wichtige Anliegen. “Wir können das Geschehene nicht aus der Welt schaffen, aber wir können uns für die Opfer und Überlebenden tatkräftig einsetzen”, sagte sie einmal.

Wir sind dankbar für ihre Verbundenheit und ihr Vertrauen in unsere Arbeit.

Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen, die ihr nahestanden. 

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