Hakara – Transgenerationalem Trauma begegnen

Projektbeschreibung:

Im Rahmen des Projektes “Hakara – Transgenerationalem Trauma begegnen” wird der transnationale und interdisziplinäre Dialog zwischen Wissenschaft, Gesellschaft, Kunst und Kultur über die Gegenwart von generationenübergreifender Wirkung traumatisierender Vergangenheit gefördert. Wir möchten so das Thema der transgenerationalen Weitergabe traumatischer Erfahrungen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. So soll ein Bewusstsein über die langanhaltenden Folgen von Gewalt und Verfolgung geschaffen und gleichzeitig ein Verständnis für die Entwicklungen von gegenwärtigem Antisemitismus und Rassismus ermöglicht werden. 

Zudem sollen professionelle Akteure in dem Feld durch Vermittlung und Nutzbarmachung des Wissens bzgl. transgenerationaler Weitergabe von Traumata unterstützt und miteinander vernetzt werden. Thematisch möchten wir insbesondere die Nachkommen von Verfolgten des Nationalsozialismus in den Blick nehmen, aber auch nach Parallelen in anderen Kontexten suchen.

Im Projekt greift AMCHA auf über 30 Jahre Erfahrung in der Unterstützung der psychosozialen Hilfe für Überlebende der Shoah und ihre Nachkommen in Israel zurück. Diese Expertise nutzen wir zum gegenseitigen Austausch und fachlichen Bereicherung mit Akteuren der psychosozialen Hilfe in weiteren Kontexten. 

Das Projekt hat verschiedene Bausteine, die sich gegenseitig ergänzen und ineinandergreifen:

  • Förderung der psychosozialen Hilfe für Nachkommen von Überlebenden der Shoah in Israel
  • Vernetzung und Qualifizierung von Akteur*innen, die ihren Auftrag darin sehen, die Überlebenden und ihre Nachkommen im Hinblick auf den Umgang mit  transgenerationalem Trauma zu unterstützen.
  • Förderung des wissenschaftlichen, gesellschaftspolitischen und fachlichen Dialogs über die generationenübergreifenden Folgen der Shoah und anderer kollektiver Gewalterfahrungen.