GERETTET, ABER NICHT BEFREIT – DIE HILFE FÜR ÜBERLEBENDE DER SHOAH IN ISRAEL

Gedenkstätte Ahlem

Sonntag, 28. Oktober 2018, 15.00 Uhr

Gedenkstätte Ahlem
Heisterbergallee 10, 30453 Hannover

Eintritt frei.

„Zeit musste vergehen, um mich von den Gewohnheiten und der Mentalität eines Häftlings zu befreien, an den Gedanken zu gewöhnen, wieder ein freier Mensch zu sein. Ich war ein erfahrener Häftling, aber unerfahren in der Freiheit. Im Spiegel suchte ich vergebens den Zwölfjährigen, den ich vor knapp sechs Jahren verlassen hatte.“

In seinem Vortrag spricht Lukas Welz, Vorsitzender von AMCHA Deutschland, am 28. Oktober über die Möglichkeiten psychosozialer Hilfe durch AMCHA in Israel.

Die Folgen der Verfolgung und damit zusammenhängende Traumata und seelische Leiden sind für viele Überlebende des Holocaust bis heute allgegenwärtig. Auf das Erleben wirken auch gegenwärtige
Erfahrungen ein. Antisemitismus, Krieg und Gewalt gehören bis heute zu den Lebensrealitäten von Überlebenden des Holocaust in Israel. Seit 1987 unterstützt AMCHA (hebräisch für: dein Volk) Überlebende der Shoah und ihre Nachkommen, denen Israel einen Heimat geworden ist, und trägt dazu bei, dass sie am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Lukas Welz ist seit 2012 ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender von AMCHA Deutschland. Nach seinem Zivildienst bei der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Israel studierte er Politik, Verwaltung, Geschichte sowie Sicherheit und Entwicklung in Potsdam, Heidelberg und an der britischen Verteidigungsakademie. Er arbeitete im Deutschen Bundestag und für Nichtregierungsorganisationen. Im vergangenen Jahr entwickelte er die Ausstellung „L´Chaim“ über die Vielfalt jüdischen Lebens in Berlin.