LEBEN NACH DEM ÜBERLEBEN

AMCHA-Ausstellung in Münster

Montag, 5. November 2018, 17.00 Uhr

(Die Ausstellung ist bis zum 15. November 2018 zu sehen)

LWL Landeshaus / Bürgerhalle
Freiherr-vom-Stein-Platz 1, 48147 Münster

Eintritt frei.

Schirmherrschaft: Oberbürgermeister Markus Lewe
Konzept und Organisation: Peter Schilling, Spuren Finden e.V.

Grußwort von Bürgermeisterin Wendela-Beate Vihjalmsson
Grußwort von Lukas Welz, Vorsitzender von AMCHA Deutschland
Gespräch zwischen der Münsteraner Überlebenden Liesel Binzer und dem Historiker Matthias M. Ester.

Das Leben nach und mit dem Überleben – was bringt es mit sich? Wie wirken die Schrecken der Verfolgung heute nach? Was sind die langfristigen Folgen der Verfolgung und welche Auswirkungen haben Traumata auf das Leben von Überlebenden des Holocaust und ihre Nachkommen? Viele Monate lang begleitete Helena Schätzle Überlebende des Holocaust und ihre Familien in Israel. Bilder und Zitate von drei Generationen zeigen die emotionalen Spuren einer immer noch präsenten Vergangenheit. Momente, die geprägt sind von tiefer Einsamkeit, Angst, Trauer und den damit verbundenen Gedanken, Gefühlen und Verhaltensweisen. Aber auch von Hoffnung, von wiedergewonnener Freude an der Gegenwart und einer zutiefst beeindruckenden Vitalität und Lebensbejahung.

Ralf Emmerich hat jüdische Überlebende aus Münster ausfindig gemacht, die heute in Deutschland, England und den Niederlanden leben und sie porträtiert. Zehn Gesichter blicken überlebensgroß von weißen Wänden. Sie scheinen den direkten Blickkontakt zu suchen. Jedes auf seine Weise, das eine gelassen, ein anderes fröhlich, ein anderes abweisend. Ihnen gemeinsam ist nur die Vergangenheit ihrer Träger. Sie alle wurden von den Nationalsozialisten verfolgt und verließen Deutschland in den Dreißigerjahren oder wurden, wie Liesel Binzer, deportiert.

Mit Unterstützung von Stadt Münster, Bistum Münster, Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG), Nettesheim Chemie GmbH, Sparkasse Münsterland Ost.

In Kooperation mit: Bezirksregierung Münster, Geschichtsort Villa ten Hompel, Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Potsdam e.V., LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte, Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Evangelisches Forum Münster, Evangelischer Kirchenkreis Münster, Aktion Sühnezeichen Friedensdienste/Regionalgruppe Münster.