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Keine Geigerzählung für die Radioaktivität der Shoah – Vortrag von Natan Kellermann

22. Juni 2022, Haus der Psychologie, Berlin

Was bedeutet es, wenn traumatische Erfahrungen der Shoah über Generationen hinweg weiterwirken? Und lassen sich die Spuren dieser transgenerationalen Traumatisierung möglicherweise auch biologisch nachweisen?

Diesen Fragen widmete sich Dr. Natan P. F. Kellermann, klinischer Psychologe, langjähriges Vorstandsmitglied von AMCHA Israel, Mitglied des Kuratoriums der deutschen AMCHA-Stiftung und Dozent an der International School for Holocaust Studies von Yad Vashem, in seinem Vortrag „No Geiger Counter for Holocaust Radioactivity: Possible or Impossible Biomarkers of Holocaust Traumatization?“.

Im Mittelpunkt standen aktuelle Forschungsergebnisse zur transgenerationalen Weitergabe von Holocaust-Traumata. Kellermann beleuchtete dabei das Zusammenspiel psychologischer, familiärer und biologischer Faktoren und ging der Frage nach, ob sich die Folgen traumatischer Erfahrungen der Shoah über Generationen hinweg nachweisen lassen.

Der Vortrag fand im Rahmen des Programms „Hakara – facing the transgenerational trauma“ statt, das vom Auswärtigen Amt gefördert wurde.