Leben nach dem Überleben

Das Buch zum Dokumentationsprojekt.

Das Buch

„Leben nach dem Überleben“ ist das Buch zum Dokumentationsprojekt. Das dreisprachige Buch (Deutsch, Hebräisch, Englisch) vereint Bilder und Zitate, aufgenommen und gesammelt von Helena Schätzle in enger Zusammenarbeit mit Lukas Welz und AMCHA in Israel und Deutschland. Das Buch ist bei NIMBUS. Kunst und Bücher erschienen.

Mit einem Vorwort von Dr. Frank-Walter Steinmeier, Biographien der Porträtierten, einem Künstleressay und einem Interview über die psychosoziale Hilfe für Überlebende der Shoah und ihre Nachkommen.

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LEBEN NACH DEM ÜBERLEBEN
Devoted to Life

Helena Schätzle
Herausgeber: AMCHA Deutschland

Das Buch ist bei NIMBUS. Kunst und Bücher erschienen.

400 Seiten
200 Illustrationen

ISBN 978-3-03850-019-3

Texte auf Deutsch, Englisch und Hebräisch.
Fadenbindung, Halbleinen, zweierlei Papiersorten

EUR 38.00
Erhältlich ist das Buch im deutschsprachigen Buchhandel.
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Rezensionen

Kwerfeldein

Ein spannender und komplexer Fotoband. Vor allem die Korrespondenz zwischen den ausgewählten Zitaten der Überlebenden und den Fotografien bilden den großen Spannungsbogen des Bandes. So sehr diese ein Gesamtbild ergeben, so sehr scheinen sie auf den ersten Blick widersprüchlich zu sein. Die Wirkung der Bilder und ihre Intimität werden durch die teils erschreckenden Zitate im Band gebrochen.

Deutschlandfunk Kultur

Die hervorstechende Leistung der Fotografin besteht darin, ihre Protagonisten weder als Opfer, noch als Helden zu zeigen. Sie hat intime Fotos gemacht, von Menschen in ihrem Alltag und im Kreis ihrer Familie. Die lachen können, sich auf andere beziehen, die einen Hibiskuszweig zu sich hinab ziehen, sich einem Hasen auf allen Vieren nähern oder ein Pferd streicheln. Und manchmal stehen sie verloren in der Umgebung und schauen ins Nichts, als gäbe es kein Gegenüber und keine Gegenwart. Auf einem Foto sieht man die Rückenansicht eines Mannes, der aus einer Unterführung tritt – und sofort stellt sich über die Architektur eine Assoziation zur Gaskammer ein.

Stephan Wehowsky (NZZ)

Es ist, als wollten die Fotografin und der Verlag ganz besonders die eiligen Betrachter und Leser gewinnen. Schon die ersten Landschaftsbilder aus Israel sind still und bezwingend. Sie drücken etwas schwer zu Begreifendes aus: Oase, Erlösung? Nach der ersten Fotosequenz von älteren Überlebenden und ihren Familien folgen kurze Texte – Schreie aus dem Dunkel.
  • „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, heißt es. Wie sehr die seelischen Wunden auch 70 Jahre nach Kriegsende nachwirken auf das heutige Leben Holocaust-Überlebender, ihrer Kinder und Enkel, zeigt eindrucksvoll die Ausstellung „Leben nach dem Überleben“, zusammengestellt von AMCHA.“
    Frank-Walter Steinmeier, 
    Bundespräsident, Bundesaußenminister a.D.
  • „Leben nach dem Überleben macht zugleich demütig und dankbar. Es bringt für Momente Licht und Wärme in eine Welt, die uns noch heute zu oft kalt und finster begegnet. Ein Zeugnis der Begegnung, der Handreichung über Generationen und einen historischen Abgrund hinweg. Ein [Zeugnis], das unpathetisch, aber mit enormen Einfühlungsvermögen das Leben preist, ohne Einsamkeit und dauerhaften Schmerz zu beschönigen.“
    Carsten Hueck
    Deutschlandradio Kultur
  • „Mit ihrer dokumentarisch-künstlerischen Arbeit hat Helena Schätzle einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit dem Holocaust-Thema geleistet. Sie hat den Überlebenden die Möglichkeit eröffnet, über ihr Leben vor und nach dem Überleben zu erzählen.“
    WDR5
  • „Neben den ergreifenden Zeitzeugenberichten und Lebensläufen liegt die Stärke […] vor allem in der Authentizität der Bilder. Bei jeder einzelnen Fotografie ist die Nähe und das Vertrauen, das die Fotografin aufgebaut hat, sichtbar. Die Bilder sind uninszenierte Dokumentationen von Situationen, intimen Momenten und Lebenswelten. Helena Schätzle zeigt mit ihren Bildern keine Opfer, sondern Menschen.“
    Sandra Demmelhuber
    3sat
  • “Vor allem die Korrespondenz zwischen den ausgewählten Zitaten der Überlebenden und den Fotografien bilden den großen Spannungsbogen des Bandes. […] Die Wirkung der Bilder und ihre Intimität werden durch die teils erschreckenden Zitate im Band gebrochen. Mit diesen Brüchen und den zahlreichen Facetten des Überlebens […] wird die Komplexität sehr gut herausgearbeitet. [...]”
    Felix M. Steiner
    Kwerfeldein
  • „Das gegenseitige Vertrauen, das sich schnell aufgebaut hat, hat zu eindringlichen Bildern geführt, die gerade in ihrer Intimität berühren. Gemeinsam mit der Fotografin nähert sich der Leser den Porträtierten und ihren Geschichten, die in Zitaten auszugsweise angedeutet werden. Ein wunderschöner Fotoband, der den Überlebenden der Schoah nicht nur eine Stimme, sondern auch ein Gesicht gibt.“
    Hagalil.com
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