Hakara – Veranstaltungsprogramm

Unser vielfältiges Veranstaltungs- und Seminarprogramm steht allen Interessierten offen. Durch unterschiedliche Formate, von Zeitzeug*innen-Gesprächen über Filmscreenings, Vorträgen und Workshops sollen die generationenübergreifenden Folgen kollektiver Gewalt, Flucht und Verfolgung einem breiten Zielpublikum näher gebracht werden. Wissenschaftler*innen, Autor*innen, Künstler*innen, Regisseur*innen, Zeitzeug*innen, Psycholog*innen und viele weitere Akteur*innen vermitteln das Thema auf ihre jeweils eigene Art und Weise.

Mehr Details, Informationen zur Teilnahme und Anmeldung erhalten Sie auf der Eventee-Veranstaltungsseite.

Das Programm wird fortlaufend ergänzt. Wir informieren regelmäßig über weitere Veranstaltungen und Workshops per E-Mail und in den Sozialen Medien. Zudem finden sie die fortlaufend aktualisierte Übersicht über alle anstehenden Veranstaltungen immer auf der Eventee-Seite.

Mehr Informationen zum Projekt „Hakara“ erhalten Sie hier.

Programmübersicht

14. Oktober - Das geerbte Trauma. Transgenerationaler Dialog von Überlebenden des Genozids an den Sinti und Roma

18 Uhr, Kopenhagener Straße 9 (Helle Panke e.V.), Anmeldung bitte unter: forms.gle/bzWuLi4FpGi5nnHp8

Das geerbte Trauma – Transgenerationaler Dialog der ersten und zweiten Generation von Überlebenden des Genozids der Nationalsozialisten an den Sinti und Roma in Deutschland
Ein Gesprächsabend mit Carmen Spitta, Margitta Steinbach und Manja Schuecker-Weiss
Die Filmemacherin Melanie Spitta geb. Keck (1946-2005) war die erste weibliche Akteurin der Bürgerrechtsbewegung der Sinti in Deutschland und Vorbild für viele Sinti*zze. Ihre Filme und Texte beschäftigen sich mit dem nationalsozialistischen Genozid an den Sinti und Roma, mit der verweigerten Entschädigung nach 1945 in der Bundesrepublik, in ganz besonderer Weise. In Zusammenarbeit mit der Regisseurin Katrin Seybold ( 1943-2012) entstanden vier beeindruckende Dokumentationen. Ihre Familie floh 1938 vor der Verfolgung der Nazis nach Belgien. Dort wurde sie 1946 als jüngstes Kind geboren. Ihre Geschwister starben in Auschwitz, ihre Mutter überlebte Auschwitz, Bergen-Belsen und Ravensbrück.
Eingerahmt mit Ausschnitten aus ihren Filmen erhalten wir im Gespräch mit Melanies Spittas Tochter Carmen, Einblick in die Verfolgungsgeschichte der Familie Keck und das Leben als Sintizza der zweiten Generation von Überlebenden des nationalsozialistischen Völkermords an den Sinti und Roma in Deutschland.
Carmen Spitta lebte mit ihren Eltern von 1979 bis 1986 in Argentinien, als junge Frau in Costa Rica und Valencia, hat eine Ausbildung zur Maskenbildnerin absolviert und wirkte an verschiedenen Filmproduktionen mit. Heute lebt sie in Frankfurt am Main und hat mit ihrem „ Carmencitas“ Cateringservice ihre Liebe zum Kochen zum Beruf gemacht.
Manja Schuecker-Weiss, Sintizza aus Göttingen studierte Sozialwesen an der Gesamthochschule Kassel. Sie gehört zur ersten Generation Überlebender, ihr Vater wurde im Alter von 9 Jahren mit seiner Familie nach Polen verschleppt und verlor in den Konzentrationslagern Belzec und Lublin seine Mutter, drei Geschwister und mehrere Onkel und Tanten.
Seit über 25 Jahren ist Manja Schuecker- Weiss in der Bürgerrechtsbewegung und als Sozialarbeiterin tätig. Sie schaut auf ihre langjährige Erfahrung in der sozialen und politischen Arbeit mit und für Sinti und Roma zurück. Insbesondere in den Bereichen Bildung und Teilhabe, transgenerationalen Dialog und Empowerment für Mädchen. Auch durch ihre Biographie zog sich das Trauma der Familie.
Margitta Steinbach ist deutsche Sintezza und Mitarbeiterin von AMCHA Deutschland e.V.

Die Veranstaltung findet in den Räumen der Helle Panke e.V. statt.

26. Oktober - "Vergangen & vergessen?" Was hat die Vergangenheit mit meiner Gegenwart zu tun?

Workshop, 14-18 Uhr, online über Zoom. Anmeldung: forms.gle/r4PFdCYD2UdVC51V7
Workshopleitung: Cordula Reimann (Prozessbegleiterin, Strategieberaterin und Coach)

Warum lassen mich bestimmte Themen nicht los? Wieso triggern mich bestimmte Themen, aber nicht andere? Was hat meine Familie und Vergangenes mit meinem Verhalten in der Gegenwart zu tun?

Wir laden Sie ein, mit uns in einen Teil diese Fragen einzutauchen und spannende (neue) Antworten zu finden: In diesem Atelier schaffen wir einem vertrauensvollen und geschützten Rahmen, um individuell und gemeinsam diesen – und anderen – Fragen nachzugehen und einen Perspektivwechsel zu wagen.

Das Wissen und das Verständnis über transgenerationale Zusammenhänge sind wertvolle analytische Werkzeuge, die wir (auch ohne genaue Detailkenntnisse über die historischen Ereignisse) für unsere eigene Biographie und eigenes Konfliktverhalten bereichernd einsetzen können.

Dieser Workshop richtet sich an Personen, die sich aktiv mit ihrer (familienhistorischen) Vergangenheit auseinandersetzen wollen. Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 30 Personen beschränkt, um einen vertieften und interaktiven Austausch in der Gruppe zu gewährleisten. Auf eine ausgewogene Zusammenstellung der Gruppe wird geachtet. Sie erhalten zeitnah einen Zoom-Link per E-Mail.

Hinweis: Es handelt sich nicht um einen therapeutischen Workshop. Das Ziel des Workshops ist es, nützliche Informationen und Ressourcen über die transgenerationale Dynamik traumatischer Ereignisse zu vermitteln und diese im Kontext der eigenen Betroffenheit zu reflektieren. Obwohl der Austausch über eigene Erfahrungen von wesentlicher Bedeutung ist, wird von den Teilnehmenden nicht erwartet, dass sie Details über persönliche Traumata preisgeben. Falls die Workshop-Themen bei den Teilnehmenden traumatische Stressreaktionen auslösen könnten, wird ihnen geraten, sich an eine medizinische oder therapeutische Fachkraft zu wenden.

27. Oktober - Film Screening "Endlich Tacheles" mit anschließendem Publikumsgespräch

19 Uhr, Kino Krokodil. Informationen zum Ticketkauf werden noch bekanntgegeben. 

Yaar ist ein junger jüdischer Berliner, der davon träumt, Gamedesigner zu werden. Mit dem Judentum verbindet er nichts als Opfer, die sich zur Schlachtbank führen ließen. Seinem Vater wirft er vor, am Holocaust zu leiden, den er nicht einmal selbst erlebt hat.

Aus Rebellion will Yaar ein Computerspiel entwickeln: „Shoah. Als Gott schlief“. In dem von ihm kreierten Deutschland um 1940 können Juden sich wehren, Nazis menschlich handeln. Yaars Vater ist schockiert.

In seinen Freunden Sarah und Marcel findet er Mitstreiter für die Entwicklung seines Computerspiels. Yaar macht seine Oma Rina zum Vorbild für die junge Jüdin im Spiel. Ihr Gegenspieler, ein SS-Offizier, ist von einem realen Vorfahren von Marcel inspiriert. Die drei sind sich einig: die alten Rollenzuschreibungen von Tätern und Opfern stehen ihnen im Weg, und die Vergangenheit soll endlich vorbei sein! Sie reisen zusammen in Rinas Geburtsort Krakau, wo Yaar ein furchtbares Familiengeheimnis aufdeckt. Aus Spiel wird Ernst. Die drei Freunde erkennen, was die Ereignisse der Vergangenheit mit ihnen selbst zu tun haben – als Enkel der damaligen Opfer und Täter. Eine schmerzhafte Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte beginnt, die auch die Beziehung zwischen Sohn und Vater verändert.

ENDLICH TACHELES zeigt, wie sich das Trauma der Überlebenden bis in die dritte Generation frisst und stellt eine hochaktuelle Frage aus der Sicht eines 21jährigen: Was hat der Holocaust heute noch mit mir zu tun?

Wir zeigen den Film im Kino Krokodil in Berlin. Im Anschluss werden wir mit den beiden Regisseurinnen Jana Matthes & Andrea Schramm und einem der Protagonisten, Elieser Zavadsky ins Gespräch gehen.

2. November - "Why do I do what I do? Link between my biography and peace work"

Workshop, 14-17 Uhr, online via Zoom, registration: forms.gle/nkd2PEZUdsBgBWoA7
Lecturer: Cordula Reimann (Process Faciliator, Strategy Consultant, Coach)

Have you ever asked yourself why do you work on issues of social justice and peace? Why were you attracted to the field of peace work and conflict transformation in the first place? Of course, you have the skills and experiences – and beyond that? What does your job have to do with yourself and your history and biography?

These questions are the focus of this seminar. It is aimed at people at different stages of their peace activism or professional careers in peacebuilding and conflict transformation. Some of us pursue clear professional goals out of a personal passion. Others do their job primarily out of pragmatic reasons that promise intercultural learning and financial security. Many of us do not question the focus of our activism or career choice – or only do so when stress increases or an identity crisis forces us to halt for self-reflection.

This invites you to discuss the link between your biography and professional choices or activism in a trusting and safe space.

This workshop is designed for professionals working the field of conflict transformation and peace work who are interested in reflecting on motivation for their work, including the links between their own family history and their professional practice. The number of attendees is limited to 30 to guarantee an in-depth exchange. The workshop language is English. You will receive the zoom link via email.

Caveat: This is not a therapeutic workshop. The aim of the course is to provide useful information and resources concerning transgenerational dynamics of traumatic events. While sharing and discussing case studies and participants’ own field work are essential to the learning process, participants are not expected to disclose details of personal trauma. If the course topics are likely to trigger traumatic stress responses in participants, they are advised to consult with a medical or therapeutic professional.

3. November - Dyadic Therapy - dealing with intergenerational transfer of trauma in parent-child relationships

Lecture, 18 – 19.30, online via Zoom, registration: forms.gle/1H7gXtKncoEg79n1A
Lecurer: Miri Lerner, Clinical Supervisor at the Ministry of Health in Israel

Many clinicians in the last few decades are dealing with intergenerational transfer of trauma in parent-child relationships.

This happens especially due to social violence, immigration, deprivation, abuse and neglect in parents’ past. Fraiberg and her colleagues (1975) introduced the metaphor “ghosts in the nursery”. It describes the ways in which parents reenact in the relationships with their children scenes from their repressed experiences of helplessness and fear. Those intrusive ghosts are the major source of mismatch between parent and child.

Parents are unable to react to the child’s signals, as they are emotionally invested in their traumas. The child then becomes a silent witness to the parental trauma via nonverbal patterns of communication, sudden fear reactions and parental anxieties. Those uncanny experiences (“Das Unheimliche”) ( Freud, 1919) are influencing the child future perception of reality and relationships and has a severe impact on the child psychological development and social functioning.

In the workshop clinical examples will be discussed. Israeli therapeutic model of Mother-Child and Father-Child Psychotherapy will be presented (Ben –Aaron, Harel, Kaplan & Patt, 2000) especially with dyads in which parents suffer from poor mentalization (Fonagy, 2004), objectively stressful circumstances and posttraumatic symptoms.

The lecture is aimed at professionals working in mental health and related areas. Basic knowledge in the fields of psychology, psychoanalysis and psychotherapy is required.

10. November - Broadening the picture – addressing the transgenerational dynamics of sexualised violence

Workshop, 14:00- 17:00, online via Zoom, registration: forms.gle/VJ8SGWao5B67qXdP7
Lecturer: Pia Frohwein (Medica Mondiale)

With the war in ex-Yugoslavia in the 90s sexualised violence increasingly became visible as a systematic weapon of war. It is a destructive form of violence which has a long history and does not stop with peace negotiations after conflict.

In this workshop we will look at the effects of sexualised violence for survivors, but also for the communities and the societal level. Trauma is never only individual but also collective. We will explore some relevant causes behind sexualised violence to understand how it is embedded in structural forms of violence and power dynamics which might be invisible yet powerful. To sensitively break the cycle of transgenerational dynamics, we need to address individual needs as well as the context. The STA – stress and trauma sensitive approach was elaborated by medica mondiale in close cooperation with partner organisations and includes guiding principles which provide orientation in addressing the effects of trauma as well as the core causes behind sexualised violence. We all can contribute to this through strengthening stress and trauma sensitivity.

The 3 hours workshop will include input, Q&A as well as interactive parts to discuss the practical application of STA – stress and trauma sensitive approach. The number of participants is limited to 25. This workshop addresses people broadly working in the field of collective violence (either transnationally or nationally) as well as the general interested public.

11. November - Filmscreening "Displaced" mit anschließendem Publikumsgespräch

19 Uhr, Kino Central

Für die gebürtige Münchnerin Sharon Ryba-Kahn ist die Vergangenheit nicht vergangen, sie ist allgegenwärtig. Mit den Augen der dritten Generation nach der Schoah blickt Sharon auf sich selbst, auf ihre Familie und ihr deutsches Umfeld. Anlass gibt der Kontakt zu ihrem Vater; viele Jahre lag die Beziehung auf Eis. Er lebt in Tel Aviv, sie in Berlin. DISPLACED ist weit mehr als ein Selbstporträt. Mit bohrenden, oft unbequemen Fragen beleuchtet sie das schwierige Familienverhältnis und das Unbehagen, das sie in Deutschland umtreibt.

Wir zeigen den Film im Kino Central mit einem anschließendem Publukumsgespräch mit der Regisseurin Sharon Ryba-Khan und der Psychologin Marina Chernivsky.

Der Kartenverkauf startet in Kürze direkt über das Kino Central.

15. November - Multigenerational Manifestations of Holocaust Effects: Current Insights and Future Directions

Lecture, 16:30 – 18:00, online via Zoom, registration: forms.gle/xhM9toLpvrawNJU57
Lecturer: Amit Shrira (Professor and Clinical Psychologist at the Bar-Ilan University)
The multigenerational manifestations of Holocaust effects have been investigated in hundreds of studies across six decades. Nevertheless, until today these manifestations remained a phenomenon in dispute. Some scholars propose that suffering related to ancestral trauma lingers across generations born after the Holocaust, while others maintain that signs of the Holocaust trauma are negligible or virtually non-existent in descendants of survivors. In view of the conflicting literature, the first part of the talk will include a brief integrative overview of the evidence regarding the effects of the Holocaust in descendants of survivors distilling the major insights derived from existing literature. I will highlight the dialectical condition of survivors and their descendants, in which vulnerability and resilience are interwoven. Thus, although most survivors and their descendants exhibit relatively normal functioning, vulnerability may also appear in certain families due to various factors and under specific situations. In the second part of the talk he will review several directions in which future research develops, mainly late-life issues in Holocaust survivor families, the search for potential biomarkers of Holocaust effects, and the increased focus on grandchildren and grand-grandchildren of survivors (the 3rd and 4th generations).

22. November - Zur Bedeutung von Beziehungsarbeit im Kontext von (transgenerationaler) Traumatisierung

17.30 – 19.00, Online über Zoom, Anmeldung: forms.gle/vta7jMUfS95Ggcsr7
Vortrag: Judith Lebiger-Vogel und Hauke Witzel (Sigmund-Freud-Institut)

„Wir haben unsere Heimat hinter uns gelassen, die Vergangenheit aber mitgenommen“
Zur Bedeutung von Beziehungsarbeit im Kontext von (transgenerationaler) Traumatisierung

Die Frage, wie den Betroffenen traumatischer Lebensschicksale eine Unterstützung angeboten werden kann, beschäftigt spätestens seit Beginn der sogenannten Flüchtlingskrise 2015 die große Bandbreite helfender Berufe. Bis heute ringen die verschiedensten Bereiche der Pädagogik, der Sozialen Arbeit und der Psychotherapie um Antworten auf die Fragen nach einer adäquaten Art und Weise der Hilfe für ihre oft schwer belasteten Adressat*innen. Im Sinne eines Zugangs zu traumatisierten Menschen und ihren Bedürfnissen, suchen viele Professionelle nach haltgebenden Methoden oder Konzepten, auch um einen Umgang mit einer Arbeit zu finden, die einen selbst mit unvorstellbarem Leid konfrontiert. Da sich die traumabezogenen Themen jedoch meist unbewusst in Beziehungen reinszenieren und sich als Unvorstellbares dem bewussten Nachvollzug entziehen, bedarf es Perspektiven auf jene blinden Flecken, die wir nie ganz mit Methoden oder Konzepten beantworten können. Gerade die Psychoanalyse eröffnet hier Perspektiven für psychosoziale Berufe, in denen die Beziehungsarbeit selbst zum Kern des Zugangs zur Hilfe werden kann und der professionelle Umgang mit der belastenden Arbeit nicht zu einem Umgehen der Adressat*innen verführen muss. Langjährige Erfahrungen niedrigschwelliger psychoanalytischer Praxisprojekte des Sigmund-Freud-Instituts legen nahe, dass Beziehungen gerade dann zum Ausgangspunkt einer Hilfe werden, wenn sie an dem wachsen, was nicht-verstanden und nicht-gewusst werden kann.

24. November - Spätfolgen politischer Traumatisierung in der DDR und ihre transgenerationale Weitergabe

17.00 – 18.30, Online Über Zoom, Anmeldung unter: forms.gle/EtzW7qMgUcVJ5kbH9
Vortrag: Stefan Trobisch-Lütge (Gegenwind)

Ausgehend von wissenschaftlicher Forschung und seiner annähernd 30-Jährigen praktischen Tätigkeit in der Beratungsstelle Gegenwind wird Stefan Trobisch-Lütge in seinem Vortrag die Auswirkungen politischer Traumatisierung der SED-Diktatur auf die Familien und Nachkommen in den Blick nehmen. Zum einen wurden die Familien durch die Verfolgung ihrer Angehörigen unmittelbar belastet, zum anderen waren Angehörige in der DDR allein auf Grund verwandtschaftlicher Beziehungen nicht-strafrechtlichen und strafrechtlichen Maßnahmen politischer Verfolgung ausgesetzt. Aspekte einer transgenerativen Weitergabe traumatischer Erfahrungen unter den spezifischen Verfolgungsbedingungen in der ehemaligen DDR/SBZ sind bislang wenig erforscht.

Nachgegangen wird der Frage, ob und in welcher Weise Kinder von politisch Verfolgten der SED-Diktatur durch die traumatischen Erfahrungen ihrer Eltern beeinflusst oder geprägt wurden, bzw. welche Auswirkungen sich aus dem Miterleben von Verfolgungsszenen ergeben haben.

8. Dezember - Zur Rolle und Wirkung von Gefühlserbschaften

Vortrag, 16.30 – 18.00, Online über Zoom

Marina Chernivsky wird in ihrem Vortrag das emotionale Erbe des Nationalsozialismus – die sogenannten Gefühlserbschaften – thematisieren und seine individuellen wie auch gesellschaftlichen Wirkungen in den Blick nehmen.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung sowie ein Anmeldeformular folgen in Kürze auf der Eventee-Seite.

10. Dezember - Clinical Example: Psychotherapy with the first and second generation of Holocaust survivors

Lecture, 16.00 – 17.30, Online via Zoom, registration: forms.gle/butFsdH5nXcjvB857
Lecturer: Michal Fruchter (psychotherapist, AMCHA Israel)

Michal Fruchter is an experienced therapist and has worked with first and second generation Holocaust Survivirs for more than 25 years.

In her lecture Michal will give an overview on the theory of transmission of Holocaust trauma. Then she will present a case study to describe the course of therapy and therapeutic interventions with the first and second generation. Following the presentation, there will be time to ask questions and engage in a discussion.

The lecture is aimed at professionals (and students) working in mental health and related areas. Basic knowledge in the fields of psychology, psychoanalysis and psychotherapy is required.

13. Dezember - Umgang mit Gefühlserbschaften und Wirkungsgeschichte des Nationalsozialismus in therapeutischen und medizinischen Feldern

Workshop, 14- 18 Uhr, Online über Zoom

Dieser Workshop richtet sich an Personen, die sich aktiv mit ihrer (familienhistorischen) Vergangenheit auseinandersetzen wollen. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt, um einen vertieften und interaktiven Austausch in der Gruppe zu gewährleisten.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung sowie ein Anmeldeformular folgen in Kürze.

Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt gefördert.