In eigener Sache: Vorstand 2018-2020

Was wir uns vorgenommen haben

Die Mitgliederversammlung von AMCHA Deutschland e.V. hat am 22. Juni 2018 den Jahresabschluss 2017 festgestellt, den bisherigen Vorstand entlastet und einen neuen ehrenamtlich arbeitenden Vorstand gewählt. Lukas Welz wurde für weitere zwei Jahre zum Vorsitzenden, Rouven Sperling zum stellvertretenden Vorsitzenden und als weitere Vorstandsmitglieder Marina Chernivsky, Dr. Katja Happe und Rainer Waldhauer gewählt. Holger Michel schied auf eigenen Wunsch hin aus dem Vorstand aus. Wir danken ihm für sein Engagement in den vergangenen Jahren.

In den kommenden Jahren stehen der Arbeit des Vereins große Aufgaben bevor. Die Anforderungen humanitärer Hilfe für Überlebende der Shoah und ihre Nachkommen in Israel werden sich in den nächsten Jahren grundlegend ändern. Insbesondere die Leistungen psychosozialer Hilfe durch AMCHA Israel, die nicht von so genannten Entschädigungsleistungen getragen werden können, müssen durch private Spenden finanziert werden. Dazu zählen etwa Hausbesuche durch die wachsende Immobilität der älter werdenden Überlebenden, soziale Hilfen und die Bedarfe der Folgegenerationen.

In Deutschland ist ein zunehmend negatives Klima zu beobachten. Kämpfe um Anerkennung und Gerechtigkeit der letzten Jahrzehnte in Bezug auf Entschädigung, Aufarbeitung und Erinnerung werden in Frage gestellt. Das Verständnis für die Bedürfnisse von Überlebenden, aber auch allgemein für die Folgen von Verfolgung und Traumata, wollen wir in die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen einbringen. Die langjährige Erfahrung von AMCHA und die Prinzipien, die unsere Arbeit seit mehr als drei Jahrzehnten leiten, wollen wir in Deutschland und international einbringen.

„AMCHA Deutschland wurde gegründet mit dem Bewusstsein um eine ethische Verantwortung für die Anerkennung der Vergangenheit, die Hilfe für die seelische Gesundheit in der Gegenwart und die Gestaltung einer besseren Zukunft. Diesem Anliegen fühlen wir uns als Vorstand weiter verpflichtet und wollen diese Aspekte stärker in die Öffentlichkeit tragen. Diese Aufgabe wird, so scheint es, aktueller und wichtiger denn je,“ beschreibt Lukas Welz die Grundlinien der künftigen Vereinsarbeit.