Zum neuen Jahr – soziale Teilhabe für ältere Überlebende stärken

Helfen Sie uns dabei, die Zentren von AMCHA altersgerecht auszustatten

„Es war schon Abend und wir sahen Haifa. Und du konntest Häuser mit Licht darin sehen. Aber du konntest nicht hinkommen. Da haben wir gesungen. Oder eher geschrien, damit die Leute hören, dass wir hier waren.“ (Pnina Katsir)

Haifa ist der Hafen der Hoffnung. Als nach dem Krieg Hunderttausende jüdische Flüchtlinge aus Europa in das Mandatsgebiet Palästina, später Israel kamen, erreichten sie es zumeist mit dem Schiff. Der Hafen, die Hügel und die Lichter von Haifa waren für die meisten das erste, was sie von ihrem neuen Leben sahen.

Heute ist Haifa eine moderne, lebensfrohe Stadt. In einem der oberen Stadtbezirke am Berg Carmel, eingerahmt von hohen Bäumen, liegt das AMCHA-Zentrum der Stadt. Es gehört heute zu den größten im Land. Gut 30 % aller AMCHA-Klienten finden hier Hilfe. Die Jüngeren sind Mitte 70, die Älteren oft über 90 Jahre alt.

Mit ihren Klienten sind auch die AMCHA-Zentren reicher an Jahren geworden. Eingerichtet wurden sie einmal für eine bedeutend geringere Anzahl von Hilfesuchenden.

Jetzt, im 30. Jahr seit der Gründung von AMCHA, müssen viele Zentren vergrößert, und sie müssen an die sich verändernden körperlichen Bedürfnisse der Klienten angepasst werden. Die Zugänge zu den Zentren und nicht zuletzt auch die sanitären Einrichtungen müssen dringend barrierefrei umgebaut werden. Niemand soll ausgeschlossen bleiben müssen, weil er das Zentrum nicht betreten oder die Toiletten aufsuchen kann.

Daher ist es eines unserer wichtigsten Ziele in den kommenden Jahren, den Überlebenden die Teilhabe an den therapeutischen und sozialen Aktivitäten der Zentren weiterhin zu ermöglichen. Die Umbaumaßnahmen sollen dafür eine wichtige Voraussetzung schaffen.

Das 30. Jubiläum von AMCHA hatten wir in unserem Frühjahrs-Brief zum Anlass genommen, in diesem Jahr zu einer Jubiläumsspende aufzurufen. Viele von Ihnen haben sich bereits an dieser besonderen Spendenaktion beteiligt und dafür gesorgt, dass bisher 8.659 Euro eingegangen sind. Dafür danke ich Ihnen von Herzen!

Mit ihrer Spenden helfen Sie uns dabei, den Überlebenden zu ermöglichen, auch im hohen Alter am sozialen Leben teilzuhaben. Die Zentren von AMCHA, wie das in Haifa, sind vielen von ihnen ein „zweites Zuhause“ und ein Schutz vor der drohenden Einsamkeit.

Im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von AMCHA danke ich Ihnen für Ihre Unterstützung und wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen frohe Feiertage und ein friedliches und gesundes neues Jahr!

Ihr

Lukas Welz
Vorstandsvorsitzender AMCHA Deutschland e.V.