PSYCHOSOZIALE HILFE

So arbeitet AMCHA

Traumata von Überlebenden des Holocaust und ihren Nachkommen können ein ganzes Leben wirken. Soziale Not, Diskriminierungserfahrungen oder Gewalterfahrungen sowie fehlende Anerkennung können zusätzlich belastend einwirken. Psychosoziale Hilfe umfasst neben der psychotherapeutischen Bearbeitung auch soziale Aktivitäten, die Gemeinschaft schaffen und die sozialen Bedingungen, die zur Traumatisierung der Überlebenden und ihrer Nachkommen führten, mit in den Blick nehmen.

PSYCHOTHERAPIEN

In 15 Zentren bietet AMCHA professionelle psychotherapeutische Hilfe in Einzel- und Gruppentherapien an. Um besser auf die besonderen Bedürfnisse der Überlebenden eingehen zu können, hat AMCHA einen integrativen Ansatz entwickelt: Soziale, psychologische und altersgerechte Therapieformen werden hierbei mit einer Vielzahl kreativer und kunsttherapeutischer Herangehensweisen kombiniert und auf die jeweiligen Bedürfnisse der Klienten abgestimmt.

SOZIALCLUBS

Unsere Sozialclubs bieten den Klienten einen besonderen Ort der Sicherheit und Aufmerksamkeit. Sowohl professionelle Therapeuten als auch Kunst-, Bewegungs- und Entspannungslehrer bieten ein breites Spektrum an Aktivitäten an. Vor allem aber haben die Überlebenden hier die Möglichkeit, soziale Kontakte zu Menschen mit ähnlichen Lebensgeschichten zu knüpfen. Die warme, familiäre Atmosphäre macht AMCHA für viele zu einem zweiten Zuhause.

HAUSBESUCHE

Die Mitarbeitenden von AMCHA unterstützen die Klienten dabei, solange wie möglich selbstständig ihren Alltag zu gestalten. Die häusliche Betreuung, die auch in Altenheimen, Krankenhäusern, Pflegestationen und Hospizen angeboten wird, ergänzt die Dienste kommunaler Organisationen. Psychotherapeutische Sitzungen können so auch zu Hause durchgeführt werden. Zudem besuchen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer regelmäßig einsame und immobile Menschen.

THERAPIESTUNDEN 2005 - 2015 (davon Hausbesuche)