Seit über 30 Jahren unterstützen wir die psychosoziale Hilfe für Überlebende der Shoah und ihre Nachkommen in Israel. Mit unserem Programm PresentPast – Gegenwärtige Vergangenheit fördern wir die transnationale Vernetzung und die Stärkung und Ermächtigung von Akteuren der psychosozialen Hilfe nach kollektiver Gewalt.

PRINZIPIEN PSYCHOSOZIALER HILFE NACH KOLLEKTIVER GEWALT

Prinzipien (DE) der psychosozialen Hilfe für Überlebende kollektiver Gewalt

Principles (EN) working with extreme traumatized survivors of collective violence

Langjährige Verfolgung und Gewalt führen häufig zu extremen Traumata bei den Überlebenden und ihren Nachkommen – oftmals auch Jahrzehnte danach, wie man bei Überlebenden des Holocaust zeigen kann. Migrationserfahrung, soziale Not, Krieg und Verlust von Angehörigen sind zudem Faktoren, die zu einer mehrfachen Traumatisierung und zu Re-Traumatisierungen führen können.

Von welchen Traumata sprechen wir im Kontext menschengemachter Gewalt? Welche Voraussetzungen braucht es, um psychosoziale Hilfe wirksam und nachhaltig zu gestalten und damit den Traumatisierten langfristig zu helfen?

Traumata-Experten aus Israel und Deutschland haben sich über ihre Erfahrungen in der psychosozialen Hilfe ausgetauscht und über gemeinsame Prinzipien der Arbeit diskutiert.

Deutsch-israelisches Fachforum 2015/2016

Vorstellung der Ergebnisse am 10. November 2016 mit Grußworten von Prof. Dr. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D., Staatssekretär Michael Rüter, Elke Braun, Programmleiterin Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft. Podiumsdiskussion mit Dr. Martin Auerbach (AMCHA Israel), Elise Bittenbinder (BAfF, Berlin), Prof. Dr. Danny Brom (Jerusalem), Prof. Dr. David Becker (Berlin), Ortwin Schulte (Bundesministerium für Gesundheit, Berlin). Moderation: Marina Chernivsky (ZWST, AMCHA Deutschland, Berlin).

TRANSNATIONALER DIALOG

über psychosoziale Hilfe und kollektive Gewalt.

Ukraine 2018/2019

Twenty-one Ukrainian participants involved in medical, psychological and psychosocial support for vulnerable groups and traumatized persons deepen their understanding of traumatisation and treatment of trauma from different perspectives as well as the transgenerational consequences of politicized conflicts and collective violence. In addition to the acquisition of knowledge and skills, the exchange of experience and networking is the focus of the qualification program.

Participating organizations work with survivors of the Shoah and victims of Stalinist repression, internally displaced persons, the Roma population, refugees or other marginalized groups.

Förderung: