PRESENT PAST: FORUM ÜBER PSYCHOSOZIALE HILFE

Forum über Prinzipien der psychosozialen Hilfe für schwertraumatisierte Überlebende kollektiver Gewalt

Donnerstag, 10. November 2016, 19.00 Uhr

Landesvertretung Niedersachsen
In den Ministergärten 10, 10117 Berlin

Informationen und Anmeldung

Eintritt frei.

Langjährige Verfolgung und Gewalt führen häufig zu extremen Traumata bei den Überlebenden und ihren Nachkommen – oftmals auch Jahrzehnte danach, wie man bei Überlebenden des Holocaust zeigen kann. Migrationserfahrung, soziale Not, Krieg und Verlust von Angehörigen sind zudem Faktoren, die zu mehrfachen Traumatisierungen führen können.

Sowohl in Israel, als auch in Deutschland konnten in den vergangenen Jahr-zehnten Erfahrungen in der Arbeit mit traumatisierten Überlebenden kollektiver Gewalt gemacht werden. AMCHA arbeitet seit 30 Jahren mit Überlebenden des Holocaust und ihren Familien in Israel, in der BAfF haben sich psychosoziale Zentren zusammengeschlossen, die traumatisierten Flüchtlingen und Folteropfern helfen.

Welche Prinzipienfür den Umgang mit schwertraumatisierten Menschen können aus den langjährigen Erfahrungen gezogen werden? Welche Erfahrungen wurden und werden in Israel und Deutschland gemacht, welche Lehren können daraus gezogen werden? Welche Voraussetzungen braucht es, um psychosoziale Hilfe wirksam und nachhaltig zu gestalten und damit den Traumatisierten langfristig zu helfen?

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VORLÄUFIGES PROGRAMM

  •      Grußworte von Prof. Dr. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D. und Mitglied im Ehrenrat von AMCHA Deutschland, Staatssekretär Michael Rüter, Bevollmächtigter des Landes Niedersachsen in Berlin und Elke Braun, Programmleiterin der Stiftung EVZ
  •      Vorstellung der Prinzipien psychosozialer Hilfe für traumatisierte Überlebende kollektiver Gewalt
  •      Podiumsdiskussion mit Dr. Martin Auerbach, klinischer Direktor von AMCHA in Israel, Prof. Dr. David Becker, Prof. Dr. Danny Brom (angefragt) und Elise Bittenbinder, Vorsitzende der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft psychosozialer Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer, moderiert von Marina Chernivsky, ZWST.

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Die Veranstaltung wird im Rahmen des Fachaustauschs vom Bundesministerium für Gesundheit und der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) gefördert.