Pädagogische Workshops

Begleitend zu unserer Ausstellung „Leben nach dem Überleben“ erarbeiten wir derzeit Workshop-Materialien. Hier finden Sie Informationen zum Konzept und den Workshop-Leiterinnen.

Die Workshops werden begleitend zur Ausstellungspräsentation direkt in der Ausstellung oder an Schulen und außerschulischen Lernorten angeboten:

Vom 15. Januar bis 5. Februar 2019 in der Citykirche in Aachen (Mo-Fr 9-19 Uhr).

Vom 6. bis 25. Februar 2019 in der Herz-Jesu-Kirche in Eschweiler (Di-Sa 10-17 Uhr).

Die Ausstellung kann kostenfrei besichtigt werden. Für die Erstattung von Materialkosten erbeten wir 30,00 € Beteiligung je Workshop.

Anfragen, weitere Informationen und Terminabsprachen bitte an Anne-Christine Mertens per E-Mail.

Der Ansatz ist vor allem ein biografischer, der die individuellen Lebensgeschichten in den Vordergrund rückt. Das Leben nach dem Überleben, vor allem die Emigration und das Leben in Israel heute sollen ebenso Teil der Vermittlung sein, wie die mit den jeweiligen Biografien verknüpften historischen Orte und Ereignisse. Die Workshoparbeit orientiert sich am Grundsatz der Methodenpluralität, so sollen die Schüler*innen individuell, in Kleingruppen und als Schulklasse gemeinsam unterschiedlichen Arbeitsthemen nachgehen.

Das Workshopmaterial setzt sich aus biografisch angelegten Mappen zusammen. Bestandteil dieser Mappen ist u.a. eine Selbstführung, die aber auch Individualbesuchern ohne Workshop zu Verfügung steht. Die Besucher*innen werden dabei mit einem Fragebogen in die Ausstellung geschickt, der ihren Rundgang thematisch lenken und ihre Aufmerksamkeit auf wesentliche Aspekte schärfen soll.

Das biografische Material ist zwar ausstellungsnah angelegt, soll aber auch ohne diese nutzbar sein. Wir folgen hier dem Konzept der Individualisierung und haben bei den fünf Biografien auf eine möglichst vielfältige Auswahl geachtet: Männer und Frauen, religiöse und nicht-religiöse Juden und unterschiedliche Nationalitäten sollen repräsentiert werden.

Anhand einer Biografie werden jeweils einige damit zusammenhängende Themengebiete behandelt, etwa: Konzentrationslager, Zwangsarbeit, Ghetto, Todesmarsch, Widerstand, Rassengesetze, Leben im Versteck, Assimilation, Nachkriegsprozesse, Zionismus, Traumata sowie das Leben in Israel.

Da langfristig ein universal einsetzbarer Leitfaden zur pädagogischen Arbeit mit der Ausstellung „Leben nach dem Überleben“ entstehen soll, wollen wir in Aachen mehrere Formen entwickeln, ausprobieren und in enger Zusammenarbeit und Evaluation durch die Lehrer*innen und Schüler*innen dann reflektieren und überarbeiten.

Nach Möglichkeit sollen alle Workshops und auch die Selbstführungen für unterschiedliche Klassenstufen und Schulformen geeignet sein. Daher werden die Workshops nach einem Baukastenprinzip aufgebaut sein, sodass Aufgaben nach Schwierigkeitsgrad ergänzt werden können. So lassen sich die Workshops auch thematisch mischen und können je nach vorgegebener Zeit gekürzt oder verlängert werden.

Anne-Christine Mertens und Alisa Gadas studieren seit 2014 gemeinsam Geschichte und Europäische Ethnologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von April 2017 bis März 2018 leiteten sie eine studentische Lehrveranstaltung mit dem Titel “Erinnerung 2.0 – Holocaust-Gedenken ohne Zeitzeugen”. In diesem Rahmen forschten sie zu transgenerationeller Weitergabe von Traumata und Formen der Erinnerungskultur und erarbeiteten pädagogische Ansätze für zukünftige historische Bildung.

Anne-Christine Mertens arbeitete von September 2013 bis Februar 2014 im Rahmen eines FSJs mit Aktion Sühnezeichen Friedensdienste für AMCHA Israel und betreute Holocaust-Überlebende in Naharyia. Seit 2018 ist sie studentische Hilfskraft bei AMCHA Deutschland e.V. Ab dem Wintersemester 2018/2019 wird sie mit dem Master “Interdisziplinäre Antisemitismusforschung” an der Technischen Universität beginnen.

Alisa Gadas arbeitet in verschiedenen Projekten zur historischen und politischen Bildung, unter anderem als Bildungsreferentin in der Gedenkstätte Sachsenhausen und am Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Seit 2015 organisiert sie das Sächsische Geschichtscamp. Auf verschiedenen Studienreisen nach Israel hat sie Hebräisch gelernt und beschäftigt sich seitdem mit der israelischen Kultur und Politik.

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