Als Bundespräsident Joachim Gauck am 9. November 2013 das Synagogendenkmal „Wachsen mit Erinnerung“ einweihte, verband Lukas Welz, der Vorsitzende von AMCHA Deutschland, damit die Hoffnung, dass dieser Ort über das Gedenken hinaus in die Gegenwart weise.

Die Idee der Künstler Horst Hoheisel und Andreas Knitz war es, den Grundriss der zerstörten Synagoge mit einer Mauer einzufassen. Im Innern angepflanzte Bäume würden allmählich die Silhoutte des Baukörpers nachzeichnen. Die Initiative, einen Ort des Erinnerns an das Schicksal der jüdischen Bevölkerung der Stadt zu schaffen, ging auf die Tatkraft engagierter Eberswalder Bürgerinnen und Bürger zurück.

Heute, zwei Jahre nach der Einweihung, wachsen die ersten Bäume bereits über die Umrahmung des Denkmals hinaus. Jahrzehntelang eine fast vergessene Wildnis ist das Gelände der ehemaligen Synagoge dabei, ein lebendiger Teil des Eberswalder Stadtraums zu werden. Die Eberswalder Gartenkonzerte machten hier am vergangenen Wochenende Station und brachten Weltmusik an den Ort der Erinnerung, wie die Märkische Oderzeitung schrieb.

Am Rande des Konzerts der Band Senimile, das vom Eberswalder Kulturamt initiiert worden war, wurden Spenden für AMCHA gesammelt. Sie kommen der Unterstützung für die Überlebenden der Schoa zugute.