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Diesen Menschen hilft AMCHA

Seit dem Jahr 2005 hat sich die Zahl derer, die die Hilfsangebote von AMCHA in Anspruch genommen haben, von 8.000 auf heute fast 20.000 Menschen jährlich mehr als verdoppelt. Ein Großteil der Menschen, die heute zu AMCHA kommen, sind Kinderüberlebende, die bei Kriegsende nicht älter als 16 Jahre alt waren. Auch Nachkommen von Überlebenden suchen verstärkt Unterstützung durch AMCHA.

ÜBERLEBENDE DES HOLOCAUST

Der Holocaust zählt zu den extremsten Beispielen kollektiver Gewalt, die ganze Gesellschaften prägt und auf den Einzelnen – unabhängig von seiner individuellen Widerstandskraft – einwirkt. Waren die Überlebenden alt genug, um die Welt sortieren zu können, wurden sie in ihren Grundfesten erschüttert. Als Kinder waren sie in einer Welt ohne Schutz und Geborgenheit aufgewachsen. Für alle Zeit war ihre Psyche verletzt und bis heute sind sie von den Folgen der Gewalt und Verfolgung gezeichnet.

In unterschiedlichen Entwicklungsphasen erfuhren Kinderüberlebende Krieg, Vertreibung, Verluste und Entbehrungen sowie die oftmals lange Trennung von der Familie während der Jahre im Versteck. Im Alter nehmen auch die seelischen Leiden zu. Einfache Veränderungen in dieser Lebensphase lösen oftmals alte Assoziaten aus, verursachen Depressionen und eine starke Reaktion auf die gravierenden Verluste während der Kindheit: das Ausgestoßensein als Kind, der Mangel an elterlichem Schutz und Konflikte um die persönliche Identität.

NACHFOLGENDE GENERATIONEN

Kinder von Überlebenden verinnerlichen die oftmals unterdrückten Gefühle der Eltern im Prozess der transgenerationellen Übertragung. Sie tragen die Last des Holocaust und der für die Eltern damit verbundenen Trauer in sich: sie versuchen eine Leere zu füllen, welche die ermordeten Verwandten hinterlassen haben, um ihre Eltern über deren vielfältige Verluste hinwegzutrösten. Zugleich neigen Überlebende aufgrund ihrer Erfahrungen oft zu Ver- haltensauffälligkeiten wie extremem Klammer- verhalten, auch auch Bindungsproblemen.

Das Durchleben des Holocaust hat die Überlebenden auch genetisch verändert. Diese genetischen Veränderungen werden an die nachfolgenden Generationen vererbt, was erklärt, warum Kinder von Überlebenden anfälliger für Stresssyndrome sind.

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