FÖRDERUNG PSYCHOSOZIALER HILFE

FÜR ÜBERLEBENDE UND IHRE FAMILIEN

Seit 1988 unterstützt AMCHA Deutschland die humanitäre Hilfe von AMCHA Israel finanziell. AMCHA, Hebräisch: eine/r von uns, wurde 1987 in Jerusalem gegründet mit dem Ziel, Überlebende des Holocaust und ihre Familien in der Bearbeitung ihrer oft schweren Traumata zu unterstützen. Mehr als 18.000 Menschen hilft AMCHA jedes Jahr in Israel, vor allem Überlebende der Shoah und ihre Familien. Damit ist AMCHA eine der größten psychosozialen Hilfsorganisationen für Extremtraumatisierte weltweit.

AMCHA Israel

Hintergrund und Organisation

Sehr lange gab es für die Überlebenden des Holocaust in Israel keine psychotherapeutischen Angebote zur Bewältigung ihrer teils sehr schweren Traumata; schwere Depressionen, seelischen Zusammenbrüche, Angstzustände und schwerwiegende psychische und daraus resultierende physische Probleme traten vermehrt auf. Aus diesem Grund wurde 1987 mit AMCHA eine einzigartige Organisation von Holocaust-Überlebenden für Holocaust-Überlebende gegründet, um diesen sowie deren nachfolgendenden Generationen bei der Bewältigung ihrer Traumata zur Seite zu stehen. Seither wurden zehntausende Überlebende und ihre Familien darin unterstützt, die Traumata zu bearbeiten und ein würdevolles Leben zu führen. Insofern kann man die Arbeit von AMCHA Israel als Erfolgsgeschichte bezeichnen.

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Psychosoziale Hilfe

So arbeitet AMCHA Israel.

Der Umgang der Gesellschaft mit der Vergangenheit der Überlebenden und ihrer Nachkommen ist zentral für die Möglichkeiten, ein gutes Leben mit den oft schwer traumatisierenden Erfahrungen bis ins hohe Alter zu führen. Dies gilt umso mehr, als dass menschenverursachte Gewalt wie zur Zeit der Verfolgung während der Shoah, kollektive Ausmaße annahm und über mehrere Jahre hinweg sich auf unterschiedliche Weisen entlud. Diese Gewalterfahrung anzuerkennen, die Opfer anzuerkennen und Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalterfahrungen zu beenden, gehört damit neben den Möglichkeiten der sozialen und psychotherapeutischen Hilfe zu den Merkmalen psychosozialer Ansätze.

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Zielgruppen

Diesen Menschen hilft AMCHA Israel.

Zwar liest man häufig von „den letzten Überlebenden des Holocaust“, doch alleine in Israel leben heute noch etwa 193.000 Überlebende. Gleichzeitig nahm die Zahl der Hilfesuchenden in den letzten Jahren nicht wie lange Zeit prognostiziert ab, im Gegenteil: Sie steigt kontinuierlich an.

Die Belastung durch Traumata nimmt zu, wenn Beruf, Partner, Kinder und soziales Umfeld nicht mehr das Leben bestimmen und die Beschäftigung mit sich selbst und damit mit der eigenen Vergangenheit einen immer größeren Raum einnimmt. Die Nachfrage nach spezialisierten Hilfsangeboten steigt seit Jahren kontinuierlich an.

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2018 in Zahlen

AMCHA Deutschland unterstützt

die psychosoziale Hilfe von AMCHA Israel seit 1988.

74.856,56

Spenden konnten an AMCHA Israel in 2018 weitergeleitet werden.

40.000,00

Erträge der AMCHA-Stiftung Deutschland wurden 2018 an AMCHA Israel weitergeleitet.

Psychosoziale Hilfe

durch AMCHA Israel in Zahlen.

220.150

Stunden Hilfe in 2018.

30%

der Hilfsstunden fanden 2018 zu Hause, in Hospizen oder Altersheimen statt.

620

professionelle Sozialarbeiter_innen und Psycholog_innen arbeiteten 2018 für AMCHA Israel.

So vielen Menschen hilft

AMCHA Israel pro Jahr.

18.726

Menschen wurde 2018 geholfen.

12.666

der Hilfesuchenden waren Überlebende der Shoah.