„Die Hoffnung mag die Verzweiflung (…) überwinden“

Die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern hat Hans-Jochen Vogel, Gründungsmitglied von AMCHA Deutschland e.V. in der Bundesrepublik Deutschland und Mitglied im Ehrenrat mit der Ohel-Jakob-Medaille für sein herausragendes Engagement bei der Versöhnung zwischen Juden und Nichtjuden geehrt. Der ehemalige Bürgermeister der Stadt München, Bundesminister und SPD-Vorsitzende tritt seit Jahrzehnten für Entschädigungszahlungen an Opfer des Nationalsozialismus ein. „Sein entschlossener Kampf für mehr Demokratie und Menschlichkeit und gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus ist bis heute beispielhaft entschlossen und kämpferisch“, so Charlotte Knobloch, Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde und ebenfalls Mitglied im Ehrenrat von AMCHA Deutschland.

Der Historiker Fritz Stern, der die Laudatio hielt, dankte Hans-Jochen Vogel: „Sie, lieber Herr Vogel, haben das Schicksal der zweiten deutschen Demokratie entscheidend mitbestimmt. Ihr Leben und Ihre Arbeit bleiben vorbildlich und Sie werden nicht vergessen werden. Wir danken Ihnen.“ In seinen Dankesworten betonte Hans-Jochen Vogel die Stärke der Versöhnung: „Der Wille zum Leben, zur Versöhnung und zum Miteinander ist stärker als Verbrechen, Mord und Tod. Und die Hoffnung vermag die Verzweiflung zu überwinden. Dazu gehört aber auch, das schreckliche Geschehen von damals vor dem Vergessen zu bewahren und die Erinnerung daran an die nachwachsenden Generationen weiterzugeben und nicht wegzuschauen und wegzuhören, wenn der Ungeist von neuem in Erscheinung tritt.“

Wir gratulieren Hans-Jochen Vogel zu dieser würdigen Auszeichnung seiner Verdienste!