25. Juni 2015: Vorstand für 2014 Entlastung erteilt

Am 24. Juni 2015 traf sich der AMCHA Deutschland e.V. zu seiner jährlichen Mitgliederversammlung in Berlin. Auf der Tagesordnung standen insbesondere der Bericht des Vorstands und der Ausblick auf die weiteren Vorhaben des Vereins. In der Diskussion begrüßten die Mitglieder einhellig die Entwicklung des AMCHA e.V. Bei seiner Gründung vor 25 Jahren sei es allenfalls ein Traum gewesen, dass AMCHA einmal derart vielen Überlebenden werde Hilfe leisten können. Die versammelten Mitglieder stellten den Jahresabschluss 2014 einstimmig fest und erteilten dem Vorstand für das zurückliegende Geschäftsjahr Entlastung. Der Vorstandsvorsitzende, Lukas Welz, bedankte sich bei den Anwesenden und bei allen, die durch ihr vielfaches, freiwilliges Engagement die Arbeit von AMCHA Deutschland tragen würden.

Wir wünschen Ihnen frohe Feiertage!

Wir wünschen frohe Chanukka- und Weihnachtstage und für das neue Jahr persönliches Wohlergehen!

Zwi Steinitz aus Tel Aviv überlebte Auschwitz, Buchenwald und Sachsenhausen. Seit vielen Jahren ist er Klient von AMCHA und schreibt: „Zukunft war für mich ein völlig wertloser Begriff. Dank des außergewöhnlichen Feingefühls und Verständnisses der Helfer von AMCHA öffnete sich mein verschlossenes Herz. Zum ersten Mal befreite ich mich von der verborgenen Last, die an meiner Seele nagte. Sie öffneten nicht nur mein Herz, sie erwarben mein volles Vertrauen.“

Wir danken Ihnen für Ihre wertvolle Unterstützung unserer Arbeit – sie ist wichtiger denn je.

 

Neues Spendenkonto ab dem 20.10.2014

Ab Montag den 20. Oktober 2014 hat AMCHA Deutschland e.V. ein neues Spendenkonto:

IBAN: DE90 5206 0410 0003 9113 65
BIC: GENODEF1EK1
Evangelische Bank eG

Unsere langjährige Hausbank, die Evangelische Darlehnsgenossenschaft (EDG) hat sich mit der Evangelischen Kreditgenossenschaft (EKK) zur Evangelischen Bank eG zusammengeschlossen. Dadurch verändern sich ab dem 20. Oktober 2014 auch unsere Bankdaten.

Die Bank hat eine Übergangsfrist eingerichtet. Zahlungen an die bisherige Kontonummer bzw. IBAN werden bis zum 31.12.2015 automatisch umgeleitet. Das gilt auch für die Daueraufträge, die Sie eingerichtet haben. Lastschriftmandate, die Sie uns erteilt haben, bleiben davon unberührt. Hier müssen Sie nichts unternehmen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, so können Sie uns sehr gern unter der Telefonnummer 030 – 28 09 80 38 anrufen, oder Sie schreiben uns eine E-Mail an info@amcha.de.

„Die Hoffnung mag die Verzweiflung (…) überwinden“

Die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern hat Hans-Jochen Vogel, Gründungsmitglied von AMCHA Deutschland e.V. in der Bundesrepublik Deutschland und Mitglied im Ehrenrat mit der Ohel-Jakob-Medaille für sein herausragendes Engagement bei der Versöhnung zwischen Juden und Nichtjuden geehrt. Der ehemalige Bürgermeister der Stadt München, Bundesminister und SPD-Vorsitzende tritt seit Jahrzehnten für Entschädigungszahlungen an Opfer des Nationalsozialismus ein. „Sein entschlossener Kampf für mehr Demokratie und Menschlichkeit und gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus ist bis heute beispielhaft entschlossen und kämpferisch“, so Charlotte Knobloch, Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde und ebenfalls Mitglied im Ehrenrat von AMCHA Deutschland.

Der Historiker Fritz Stern, der die Laudatio hielt, dankte Hans-Jochen Vogel: „Sie, lieber Herr Vogel, haben das Schicksal der zweiten deutschen Demokratie entscheidend mitbestimmt. Ihr Leben und Ihre Arbeit bleiben vorbildlich und Sie werden nicht vergessen werden. Wir danken Ihnen.“ In seinen Dankesworten betonte Hans-Jochen Vogel die Stärke der Versöhnung: „Der Wille zum Leben, zur Versöhnung und zum Miteinander ist stärker als Verbrechen, Mord und Tod. Und die Hoffnung vermag die Verzweiflung zu überwinden. Dazu gehört aber auch, das schreckliche Geschehen von damals vor dem Vergessen zu bewahren und die Erinnerung daran an die nachwachsenden Generationen weiterzugeben und nicht wegzuschauen und wegzuhören, wenn der Ungeist von neuem in Erscheinung tritt.“

Wir gratulieren Hans-Jochen Vogel zu dieser würdigen Auszeichnung seiner Verdienste!

3. Runder Tisch Jüdischer Organisationen in Deutschland

Auf Einladung des Zentralrats der Juden in Deutschland kamen heute in Berlin Vertreterinnen und Vertreter jüdischer Organisationen zusammen, um eine stärkere Vernetzung und aktuelle Anliegen zu diskutieren. Auch AMCHA Deutschland war wieder eingeladen und wurde vom stellvertretenden Vorsitzenden, Rouven Sperling, vertreten.

 

Hier können Sie einen Bericht der Jüdischen Allgemeine zu dem Treffen lesen.

Friedrich Christian Flick unterstützt AMCHA-Stiftung mit 50.000 Euro

Der Unternehmer und Kunstsammler Friedrich Christian Flick (69) unterstützt die AMCHA-Stiftung mit 50.000 Euro. Die AMCHA-Stiftung wird damit ihre Arbeit in Israel stärken. Der Spendenbetrag wurde bereits an die AMCHA-Zentrale in Jerusalem weitergeleitet.

In 14 Zentren in Israel werden Holocaust-Opfer von Psychologen, Therapeuten und Sozialarbeitern betreut. Derzeit sind es über 16.000 Überlebende sowie deren Nachkommen und Angehörige.

In den vergangenen Jahren war der aus Deutschland stammende Anteil an der Finanzierung der AMCHA-Arbeit kontinuierlich zurückgegangen. Diese Entwicklung, so der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Matthias Gülzow, sei auch deshalb besonders bedauerlich, da demgegenüber der Bedarf an Hilfe weiterhin „überraschend hoch“ sei. Zudem stiegen die Kosten, weil viele Klienten aufgrund ihres Alters nicht mehr selbstständig in die Zentren kommen könnten.

Dazu Friedrich Christian Flick: „Es sind nur noch wenige Jahre in denen tatsächlich Überlebende des Holocaust diese Unterstützung brauchen und es sollte eine besondere Pflicht sein, diese Arbeit zu unterstützen.“

Die AMCHA-Stiftung dankt Friedrich Christian Flick für seine großzügige Unterstützung.

Dr. Peter Fischer zum Ehrenvorsitzenden gewählt

Die Mitgliederversammlung von AMCHA Deutschland e.V. hat Dr. Peter Fischer zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Damit wurde Dr. Fischer für seine langjährigen Verdienste für AMCHA in Deutschland und in Israel geehrt. Er war maßgeblich an der Gründung des Vereins und am Aufbau der Stiftung in Deutschland beteiligt. Bis heute engagiert sich Dr. Fischer in herausragender Weise für die Hilfe von Holocaust-Überlebenden und ihren Nachkommen.

Vorstand 2014 – 2016 gewählt

Am 7. Mai 2014 führte der AMCHA Deutschland e.V. seine ordentliche Mitgliederversammlung durch. Die Mitgliederversammlung hat den Jahresabschluss 2013 festgestellt und dem Vorstand Entlastung erteilt. Turnusgemäß wählten die Mitglieder den Vorstand für die kommenden zwei Jahre, 2014 – 2016. In ihren Ämtern wurden Lukas Welz (Vorsitzender), Rouven Sperling (stellvertretender Vorsitzender), Rainer Waldhauer (Schatzmeister) und Holger Michel bestätigt. Der alte und neue Vorsitzende, Lukas Welz, dankte den anwesenden Mitgliedern im Namen des gesamten Vorstands für das entgegengebrachte Vertrauen. Insbesondere ging sein Dank an Dr. Stefan Neubacher und Guy Band, die nach zwei Jahren nun aus dem Vorstand ausgeschieden sind, an die Kassenprüferinnen Dr. Gisa Spieler und Karla Wieland, an Suzanne L. Kossack für den Versand der Dankesbriefe sowie an Christian Krause für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und die Leitung der Geschäftsstelle.

Die AMCHA-Stiftung würdigt Dr. Peter Fischer

In einer kleinen Feierstunde, die sich an die Sitzung des Kuratoriums am 20. März 2014 anschloss, würdigte die Stiftung Dr. Peter Fischer für seine großen Verdienste um AMCHA. In verschiedenen Funktionen hatte sich Dr. Fischer seit 1989 insbesondere als Vorsitzender des AMCHA Deutschland e.V. und als stellvertretender Vorsitzender des Stiftungskuratoriums für die Hilfe für die Überlebenden des Holocaust eingesetzt. Die Arbeit von AMCHA in Deutschland bekannt zu machen und sie gerade von Deutschland aus auch spürbar zu befördern, ist ihm bis heute ein Herzensanliegen. Als sein langjähriger Wegbegleiter seit der Gründungsphase der Stiftung hielt Klaus-Henning Rosen die Laudatio. Er rief in seiner Rede die Geschichte von AMCHA in Deutschland in Erinnerung und würdigte den treibenden Anteil Dr. Fischers an der Hilfe für die jüdischen Überlebenden:

„Von Anbeginn und das machte Ihre Rolle, Herr Dr. Fischer, so wichtig, waren Sie der Motor der […] Hilfe für die Holocaustopfer. Von Anbeginn waren Sie bemüht – und das sind Sie ja, wie wir dankbar anerkennen, auch nach Ihrem Abschied vom aktiven AMCHA-Dienst – Unterstützer mit Hilfe Dritter zu gewinnen. Ich finde es großartig, dass es Ihnen dabei nicht ausschließlich darum ging, zusätzliche Finanzmittel zu bekommen, sondern die Erfahrung des Holocaust als unverzichtbaren Teil der deutschen Erinnerungskultur weiterzugeben. Eric Hobshawn hatte, „die Zerstörung der Vergangenheit“, wie er es nannte, als eines der charakteristischsten Phänomene des 20. Jahrhunderts bezeichnet; damit meinte er den Verlust „jenes sozialen Mechanismus, der die Gegenwartserfahrung mit derjenigen früherer Generationen verknüpft“. Hier leistet AMCHA einen aktiven Dienst, damit diese Verknüpfung mit dem Geschehen des Holocaust nicht verloren geht. Für Elie Wiesel war eine solche Verknüpfung auch deshalb wichtig, weil das Opfer der Umgekommenen nur dann einen Sinn macht, wenn auf diese Weise ein vergleichbares Leiden, wie es den Juden widerfahren war, erspart werden könne. […]“

Anstatt eines Präsentes stellten die Mitglieder des Kuratoriums und des Vorstands der Stiftung einen privaten Spendenbetrag für AMCHA zur Verfügung. Dr. Peter Fischer sprach allen Anwesenden und im Besonderen Klaus-Henning Rosen seinen herzlichsten Dank aus.

Erste Sitzung des AMCHA-Stiftungs-Kuratoriums in 2014

Am 20. März 2014 kam das Kuratorium der AMCHA-Stiftung zur seiner ersten Sitzung in diesem Jahr zusammen. Klaus-Henning Rosen wurde vom Kuratorium für eine weitere Amtszeit als Kurator bestellt. Das Aufsichtsgremium der Stiftung nahm zudem die Financial Statements 2012 – den geprüften Finanzbericht von AMCHA Israel – entgegen.

Roel van Praag, langjähriges Mitglied des Stiftungsvorstands und Schatzmeister, ist auf eigenem Wunsch aus dem Vorstand der Stiftung ausgeschieden. Zu seinem Nachfolger hat das Kuratorium Herrn Daniel Schüle bestellt. Herr Schüle ist seit 2011 Geschäftsführer der Deutschen Staßenwacht e.V. Zuvor arbeitete er von 2005-2011 für die Robert Bosch GmbH, zuletzt als Referent für Politikbeziehungen in Berlin und Brüssel.

Die stellvertretende Vorstandsvorsitzende, Susanne Krause-Hinrichs, stellte die Dokumentation zum Tandem-Projekt vor. Das Tandem-Projekt der Stiftung hatte im vergangenen Jahr Goßeltern- und Enkelpaare aus Deutschland und Israel zusammengeführt. Frau Krause-Hinrichs berichtete über die nachhaltigen, freundschaftlichen Beziehungen, die zwischen den Teilnehmern des Projekts entstanden seien. Das beteiligte Evangelische Gymnasium Kleinmachnow werde sogar in Kürze eine Schülerreise nach Israel veranstalten.

In einer kleinen Feierstunde, die sich an die Sitzung des Kuratoriums anschloss, würdigte die Stiftung Dr. Peter Fischer für seine großen Verdienste um AMCHA.