11. Februar 2016: Podium über Erfahrungen psychosozialer Hilfe

3. Februar 2016: Werkstattgespräch über die künstlerische Arbeit

Über die Entstehung der künstlerischen Arbeit und die Erfahrungen zwischen den Generationen. Ein Gespräch mit der Fotografin Helena Schätzle und der Porträtierten Dr. Giselle Cycowicz, Überlebende von Auschwitz und bis heute als Psychotherapeutin bei AMCHA aktiv.

Moderation: Sabine Adler, Osteuropa-Korrespondentin des Deutschlandradios. Grußwort von Nikola Gillhoff, Auswärtiges Amt, stellvertretende Sonderbeauftragte für Beziehungen zu jüdischen Organisationen.

Ort: Auswärtiges Amt, Bibliothek, Eingang über den Lichthof, Werderscher Markt 1, 10117 Berlin
Anmeldung bis 2. Februar 2016: veranstaltung@amcha.de
Bitte Lichtbildausweis mitbringen!

Eine Veranstaltung von AMCHA Deutschland e.V. im Rahmen der Ausstellung „Leben nach dem Überleben. Überlebende des Holocaust und ihre Familien in Israel“ vom 29. Januar bis 9. März 2016 im Lichthof des Auswärtigen Amts. Montag-Freitag, 10.00-19.00 Uhr, Eintritt frei.

28. Januar 2016: Eröffnung der Ausstellung

Am 28. Januar 2016 wird im Auswärtigen Amt unsere Ausstellung „Leben nach dem Überleben – Überlebende des Holocaust und ihre Familien in Israel“ eröffnet.

Donnerstag, 28. Januar 2016, 17.30 Uhr
Lichthof des Auswärtigen Amts, Werderscher Markt 1, 10117 Berlin
U-Bahnhof Hausvogteiplatz (U2)

Anmeldung bis zum 25.01.2016 an: 607-veranstaltung@diplo.de

Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, MdB, wird die Ausstellung in Anwesenheit von Pnina Katsir, George Shefi und Richard Hirschhorn, drei der porträtierten Überlebenden des Holocaust, eröffnen. Im Anschluss an die Eröffnung findet ein „Abend der Begegnung“ mit den drei Zeitzeugen im Auswärtigen Amt statt. Der Musiker Andrej Hermlin, Sohn des Schriftstellers und Überlebenden Stephan Hermlin, wird über die aktuellen Herausforderungen, denen sich Jüdinnen und Juden aber vor allem auch Überlebende dieser Tage konfrontiert sehen, sprechen. Dr. Michael Jansen, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ wird ebenfalls ein Grußwort halten. Moderation: Jutta Weduwen, Geschäftsführerin von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste.

Die Ausstellung basiert auf der künstlerischen Arbeit der Fotografin Helena Schätzle, die den Einfluss des Holocaust auf das Leben der Überlebenden fassbar macht und in seinen Facetten aufzeigt.

Die Ausstellung wurde von AMCHA Deutschland kuratiert, mit Finanzierung durch das Auswärtige Amt, und wird als Auftakt zur Wanderausstellung vom 29. Januar bis 9. März 2016 im Lichthof des Auswärtigen Amts präsentiert.

Die Fotos und Interviews sind mit finanzieller Unterstützung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ entstanden.

Montag-Freitag, 10.00-19.00 Uhr
Eintritt ist frei.

1. Oktober 2015: Podiumsdiskussion „Über Leben“ in Berlin

Herzliche Einladung zur Podiumsdiskussion anlässlich von 25 Jahren AMCHA Deutschland

„Über Leben – Vom Umgang mit Traumatisierten der Shoah“

am Donnerstag, 1. Oktober 2015, 19.00 Uhr
im Jüdischen Museum Berlin, Großer Saal.

Eintritt: frei
Anmeldung unter: reservierung@jmberlin.de oder telefonisch: 030 –25993 488

Wir wollen mit der Shoah-Überlebenden und Psychotherapeutin Dr. Giselle Cycowicz (Jerusalem), dem Klinischen Direktor von AMCHA, Dr. Martin Auerbach (Jerusalem), Prof. Dr. David Becker (Berlin) sowie Volker Beck, Mitglied des Deutschen Bundestages und Träger des Leo-Baeck-Preises 2015, ins Gespräch kommen.

70 Jahre sind vergangen, seit die Überlebenden der Shoah befreit wurden. Ihre Befreiung war eine Rettung vor dem Tod, aber keine Erlösung für das Leben – die Traumatisierungen prägen ihr Leben bis heute. Krieg, Genozid oder Massengewalt sind politische und soziale Ereignisse, die ganze Gesellschaften erschüttern und auf Einzelne einwirken. Der Hilfe für die Überlebende kommt eine zentrale Bedeutung zu. Der Traumadiskurs jedoch reflektiert die besonderen Bedürfnisse und die Herausforderungen in der Arbeit mit Schwertraumatisierten oftmals nicht. Die Podiumsdiskussion stellt die langjährigen Erfahrungen von AMCHA, dem Zentrum für psychosoziale Hilfe für Überlebende der Shoah und ihren Familien, den Erkenntnissen aus der Arbeit mit Extremtraumatisierten weltweit gegenüber.

Moderation: Dr. Daniel F. Sturm (Die Welt)

Im Anschluss laden wir Sie herzlich zu einem Empfang ein.

16. September 2015: AMCHA Deutschland beim Bürgerfest des Bundespräsidenten

11.-12. September 2015: Bürgerfest des Bundespräsidenten

Einmal im Jahr ehrt der Bundespräsident die Menschen, die sich in unserem Land ehrenamtlich in den verschiedensten Organisationen und Vereinen für die Zivilgesellschaft einsetzen. In diesem Jahr wird AMCHA Deutschland und all den Aktiven, die den Verein seit inzwischen 25 Jahren tragen, die besondere Ehre zuteil, sich auf dem Bürgerfest am 11. und 12. September in Schloss Bellevue  vorstellen zu dürfen.

Am 12. September, dem „Tag des offenen Schlosses“, laden wir Sie sehr herzlich ein und würden uns sehr freuen, Sie an unserem Zelt im Schlossgarten begrüßen zu können. Das Fest beginnt um 11 und endet um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

In einer Ausstellungsvorschau werden wir erste Bilder unseres von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ geförderten Fotodokumentationsprojekts „Über Leben“ präsentieren. Die Fotografin Helena Schätzle wird für Gespräche zur Verfügung stehen. Besonders freuen wir uns, dass mit Dr. Martin Auerbach der Klinische Direktor von AMCHA Israel zum Bürgerfest nach Berlin kommen wird. Ehemalige Freiwillige von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste berichten über ihre Tätigkeit in den AMCHA-Zentren und ihre Begegnung mit Überlebenden. Insbesondere stehen auch Gesprächspartner für Fragen zum Thema Zweite Generation zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Bürgerfest finden Sie auch auf der Website des Bundespräsidenten.

15.-16. Juni 2015: Konferenz „Zweite Generation“ in Berlin

Vom 15. bis 16. Juni 2015 findet in Berlin die internationale Konferenz „Zweite Generation“ des Bundesverbandes Information und Beratung für NS-Verfolgte statt. Die Konferenz bringt Betroffenen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Forschung und Praxis, Gedenkstättenmitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammen, um über innerfamiliäre Herausforderungen und die Übertragung von Traumata auf die nachfolgenden Generationen zu diskutieren. Die Konferenz behandelt dabei drei Themenfelder: Soziale Arbeit, psychische Gesundheit/Traumatisierung und gesellschaftliche Teilhabe/Diskriminierung.

Dr. Natan Kellermann, Vorstand von AMCHA Israel und ehemaliger Klinischer Direktor, wird auf der Konferenz zum Thema „Erklärung der Übertragung von Traumata mithilfe der Epigenetik“ sprechen. Zudem werden wir auf der Tagung über unsere Aktivitäten in Deutschland informieren.

Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.

„Damit wir klug werden“ – AMCHA auf dem Kirchentag in Stuttgart

Vom 3. bis 7. Juni 2015 fand in Stuttgart der 35. Evangelische Kirchentag statt. AMCHA Deutschland konnte seine Aktivitäten auf dem Markt der Möglichkeiten (Cannstatter Wasen) an dem Stand von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (Zelthalle 7, Stand A06) präsentieren.

Am Donnerstag, 4. Juni um 19.30 Uhr sprach Lukas Welz, Vorsitzender von AMCHA Deutschland e.V. mit dem Künstler und Zeitzeugen Yehuda Bacon und Rachel de Boor, Studierende Jüdische Studien in Potsdam und Jerusalem über „Das himmlische Jerusalem: Erinnerungsversuche – Zeitzeugengespräch“ im Zentrum Juden und Christen, Moderation: Aline Seel (Aktion Sühnezeichen Friedensdienste).

Lukas Welz: „Wenn ich an Jerusalem denke, dann denke ich vor allem an die Kraft des Wortes das Visionen schreibt, Werte schafft und Zerstörung birgt. Jerusalem ist Vision und Realität – je nachdem, woran wir uns erinnern wollen. Auch Menschen wie Yehuda Bacon haben Phasen der Aufarbeitung durchlaufen: vom passiven, ja abgelehnten Überlebenden zum aktiven Zeitzeugen, etwa im Jerusalemer Eichmann-Prozess 1961.“

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Im Zentrum des Gesprächs mit Yehuda Bacon stand seine Suche nach Heimat, geistiger wie geographischer Heimat, die Zeit nach dem Überleben und die Rettung seines Lebens durch die Hilfe besonderer Menschen.

Yehuda2Lukas Welz: „Dieses Bild von Yehuda Bacon zeigt die Realität gewordene Vision: Das Finden einer neuen Heimat in der Kunst, in der Geisteswelt und ganz real für eine Familie. Jerusalem wurde Heimat vieler Überlebender, die sie in Europa verloren haben. Mittel- und elternlos kamen Sie in Israel an. Die Vergangenheit ist stete Gegenwart. So sagte Yehuda einmal, dass er nach der Befreiung 1945 16 Jahre alt war mit der Lebenserfahrung eines über 80-jährigen. Heute ist er 86 und in der Lebenswelt, die ihn als 16-jährigen prägte. Das zeigt einmal mehr: der Generationenbegriff ist zu starr, alles ist im Wandel.“

Vor dem Hintergrund der älter werdenden Zeitzeugen war dieses Gespräch, das per Skype zwischen Stuttgart und Jerusalem stattfand, innovativ und hat gezeigt, dass neue Wege des intergenerationellen Dialogs möglich sind.

21. Jüdisches Filmfestival Berlin und Potsdam

AMCHA Deutschland war Kooperationspartner des 21. Jüdischen Filmfestivals Berlin und Potsdam. In zwei Filmvorführungen rückten wir die Shoah und die Überlebenden in den Mittelpunkt und sind mit dem Publikum und Gästen ins Gespräch gekommen:

Am Sonntag, 17. Mai um 18.00 Uhr im Kino Babylon in Berlin-Mitte zur Deutschlandpremiere des slowakischen Spielfilms „In Silence“

In Silence

Spielfilm | slowakisch mit englischen Untertiteln
Deutschlandpremiere, Regie: Zdeněk Jiráský, Slowakei/Tschechien 2014, 90 min

Gast: Sharon Brauner (Sängerin), Moderation: Lukas Welz

„In Silence“ erzählt die Geschichten von drei jüdischen Musikern und einer Tänzerin in der Tschechoslowakei der 30er Jahre. Die Kamera folgt den Protagonisten auf Schritt und Tritt, ist Zeuge einer Hochzeit, eines Klavierkonzerts und einer Ballettstunde. Sie begleitet die Pianistin Edith Kraus ins Tierheim, als sie ihren geliebten Hund abgeben muss, sie wartet mit dem alternden Dirigenten Arthur Chitz auf dessen Deportierung und sie blickt auf den Pianisten Karol Ebert, wenn er in gestreifter Gefangenenkleidung in der kalten, nassen Erde von Theresienstadt gräbt. Die Leinwand ist erfüllt mit einer schroffen und bildgewaltigen Ästhetik, die an Filme wie „Tree of Life“ erinnert und den Zuschauer mit einer Wucht trifft, die den Atem nimmt.

 

 

Am Dienstag, 19. Mai um 20.00 Uhr im Kino Babylon in Berlin-Mitte zur Weltpremiere des Dokumentarfilms „Ahawah – Kinder der Auguststraße“

Ahawah

Dokumentarfilm | deutsch/englisch mit englischen Untertiteln, Weltpremiere, Regie: Nadja Tenge/Sally Musleh Jaber, Deutschland 2014, 60 min

Gäste: Ulla Schmidt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Nadja Tenge (Regisseurin), Sally Musleh Jaber (Regisseurin), Ruth Winkelmann (ehemalige Schülerin der jüdischen Mädchenschule in der Auguststraße), Regina Scheer (Autorin des Buches „AHAWAH. Das vergessene Haus: Spurensuche in der Berliner Auguststraße“)
Moderation: Lukas Welz (Vorsitzender AMCHA Deutschland e.V.)

Begrüßung durch Ulla Schmidt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages. In den 20er Jahren öffneten in der Berliner Auguststraße zwei Projekte ihre Pforten, die in ihrer Zeit ohne Beispiel waren: die jüdische Mädchenschule und das jüdische Kinderheim AHAWAH. Die modernen Erziehungsmethoden der beiden Einrichtungen basierten auf der Idee von Zusammengehörigkeit, Mitbestimmung und der individuellen Förderung der Kinder. Die Berliner Filmemacherinnen Nadja Tenge und Sally Musleh Jaber begeben sich auf eine bewegende filmische Reise, auf der ehemalige Schülerinnen der Mädchenschule und der 96-jährige Ahawah-Zögling David Markus sich mit Kindern einer evangelischen Schule in Berlin treffen und sich an ihre Zeit in der Auguststraße erinnern. Der Film setzt ein wunderbares Zeichen gegen das Vergessen, indem er eine Geschichte von Mut und Liebe an eine neue Generation weitergibt.