15. April 2015: Zum Yom HaShoa

Am Abend des 15. April 2015 beginnt der israelische Holocaust-Gedenktag, der Yom HaShoa. Bevor im ganzen Land für eine Schweigeminute die Sirenen ertönen und das Leben anhält, wird in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in einer offiziellen Zeremonie der Opfer gedacht. Traditionell werden an diesem Abend sechs Überlebende, die symbolisch für die sechs Millionen Ermordeten stehen, gewürdigt.

In diesem Jahr, 70 Jahre nach der Befreiung, wird auch Sara Weinstein zu ihnen gehören, die Klientin bei AMCHA in Rehovot ist.

Sara wurde 1935 in Stepan in der heutigen Ukraine geboren. Mit der Besetzung der Stadt durch die deutsche Wehrmacht 1941 musste sie mit ihrer Familie in das Ghetto übersiedeln. Zunächst überlebte die Familie im Versteck eines Freundes, der von ukrainischen Dorfbewohnern erschossen wurde. Sara gelang die Flucht in den Wald, in dem sie bis zur Befreiung der Region durch die Rote Armee im Sommer 1944

Bevor das Ghetto liquidiert werden sollte schmuggelt die Familie im August 1942 ein Freund in sein Haus außerhalb des Ghettos. Einige Wochen später drangen ukrainische Dorfbewohner in das Haus und erschossen den Freund – der von Yad Vashem als Gerechter unter den Völkern geehrt wird -, seine Frau und Saras Mutter, die ihr Kind mit ihrem Körper schützte. Sara wurde an Schulter und Rücken verletzt. Die Mörder steckten anschließend das Haus in Brand. Sara, ihrem Bruder, ihrem Vater und ihren beiden Schwestern gelang die Flucht in den Wald, wo sie sich versteckten, in Löchern lebten, die sie sich mit ihren Händen gruben und von dem lebten, was sie nachts aus den nahe gelegenen Dörfern stehlen konnten. Für die gesamte Zeit, die sie im Wald lebte, trug Sara das gleiche Kleid. „Noch viele Jahre später hatte ich nie das Gefühl der Kälte erlebt,“ erinnert sie sich.

Nachdem die Rote Armee die Region im Sommer 1944 befreite, wurde Saras Vater von ukrainischen Dorfbewohnern ermordet. Den drei Schwestern gelang die Flucht in ein Waisenhaus. Nachdem sie eine Weile in einem italienischen Kinderheim bei Mailand lebte, wanderte sie 1947 nach Israel aus und lebte im Kibbutz Givat Haim, wo sie studierte und arbeitete.

AMCHA, das Sara gerne ihr „zweites Zuhause“ nennt, hat ihr ermöglicht, ihre Lebensgeschichte zu erzählen und als Zeitzeugin vor Jugendlichen oder Soldaten zu sprechen. Im AMCHA-Sozialclub Rehovot ist sie aktiv in der Theatergruppe und im intergenerationellen Dialog.

Hier können Sie sich über den Yom HaShoa und die Gedenkzeremonie in Yad Vashem informieren.

3. April 2015: Frohe Ostern und chag Pessach sameach!

Im Namen von AMCHA Israel und AMCHA Deutschland wünschen wir Ihnen Chag Pessach Sameach und frohe Ostertage!

Das Bild zeigt Zwi Helmut Steinitz, der 1927 in Posen geboren wurde und die Konzentrationslager Plaszow, Auschwitz, Buchenwald und Sachsenhausen überlebte.

Pessach ist ein Fest des Aufbruchs, der Befreiung und der Ermutigung gegen alle deprimierenden Erfahrungen und bedrückenden Geschehnisse.

AMCHA gibt Shoah-Überlebende wie Zwi Steinitz und ihren Nachkommen diese Hoffnung und Zuwendung und wir möchten uns bei Ihnen für die Unterstützung dieser wichtigen Arbeit bedanken!

Über Leben – Gedenkveranstaltung und Auftakt 2015

Im Jahr 2015 werden mit dem 70. Jahrestag der Befreiung der Überlebenden und dem 50. Jubiläum der deutsch-israelischen Beziehungen zwei Jahrestage gewürdigt, die unmittelbar mit AMCHA Deutschland verbunden sind. In diesem Jahr können wir zugleich auf 25 Jahre erfolgreiche Unterstützung psychosozialer Hilfe für Holocaust-Überlebende und ihre Nachkommen in Israel zurückblicken. Diese Ereignisse wollen wir mit einer Reihe von Projekten und Veranstaltungen würdigen und über das Leben, Überleben und das Leben nach dem Überleben ins Gespräch kommen.

Am 27. Januar 2015, dem internationalen Holocaust-Gedenktag, 70 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz, präsentierte AMCHA Deutschland zusammen mit dem Willy Brandt Haus einen Theater- und Filmabend.

Wolfgang Thierse, Mitglied im Ehrenrat von AMCHA und ehemaliger Bundestagspräsident, hob dabei die Bedeutung der Hilfe für die Überlebenden heute hervor. Zunehmende Klientenzahlen machten deutlich, wie wichtig diese Arbeit auch 70 Jahre nach der Befreiung sei. Denn seelisches Leid endet nicht, Traumata wirken fort.

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Im Gespräch mit Zwi Steinitz, der 1927 in Posen geboren wurden und das Krakauer Ghetto, die KZ Plaszow, Auschwitz-Birkenau, Buchenwald, Haselhorst, Sachsenhausen und zwei Todesmärsche überlebte und seit 1990 in Behandlung bei AMCHA in Tel Aviv ist, wurde diese Notwendigkeit noch einmal sehr deutlich.

“Nach der Befreiung zeigten sich die Folgen der Verfolgung. Sie belasteten meinen Alltag, das Hungergefühl war nur eine dieser quälenden Erscheinungen. Dank des außergewöhnlichen Feingefühls und Verständnisses der Menschen bei AMCHA, die mich seit Jahren schon unterstützen, öffnete sich mein verschlossenes Herz. Zum ersten Mal befreite ich mich von der verborgenen Last, die an meiner Seele nagte. Sie öffneten nicht nur mein Herz, sie erwarben mein volles Vertrauen.”

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Wir danken für Unterstützung dem Freundeskreis Willy Brandt Haus und der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“.

Steigende Klientenzahlen, 70 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz

Gedenken, aber die Überlebenden nicht vergessen!

AMCHA Deutschland ruft dazu auf, anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz am 27. Januar im Rahmen der wichtigen und richtigen Gedenkveranstaltungen nicht nur der Ermordeten zu gedenken, sondern sich auch mit der Situation derer zu beschäftigen, die das Grauen überlebten. Bis heute kämpfen tausende mit den psychischen Folgen und leiden unter Angstzuständen, Panikattacken und Depressionen.

Während die Zahl der Überlebenden jährlich sinkt, steigt die Zahl derer, die aufgrund ihrer Traumata auf dringende psychologische und psychosoziale Hilfe angewiesen sind, weiter deutlich an. 2014 verzeichnete AMCHA einen Anstieg von fast 9% auf 17.812 Klienten, das sind mehr als doppelt so viele Hilfesuchende, wie noch vor 10 Jahren. Heute leben noch ca. 193.000 Überlebende in Israel.

Die stärker werdende Nachfrage nach Hilfsangeboten ist für Experten nicht überraschend. Denn die Folgen lange Zeit unterdrückter Traumata treten vor allem im Alter auf, durch das Ausscheiden aus dem Berufsleben, wenn Partner sterben, soziale Kontakte abnehmen und Kinder wegziehen. und Tätigkeiten wie Beruf, Familie oder soziale Kontakte abnehmen. Viele der heute noch lebenden Opfer Verfolgten sind in zunehmendem Maße auf psychologische Hilfe angewiesen, da die Leiden aufgrund schwerer Traumata gerade im Alter zunehmen.

Wir wünschen Ihnen frohe Feiertage!

Wir wünschen frohe Chanukka- und Weihnachtstage und für das neue Jahr persönliches Wohlergehen!

Zwi Steinitz aus Tel Aviv überlebte Auschwitz, Buchenwald und Sachsenhausen. Seit vielen Jahren ist er Klient von AMCHA und schreibt: „Zukunft war für mich ein völlig wertloser Begriff. Dank des außergewöhnlichen Feingefühls und Verständnisses der Helfer von AMCHA öffnete sich mein verschlossenes Herz. Zum ersten Mal befreite ich mich von der verborgenen Last, die an meiner Seele nagte. Sie öffneten nicht nur mein Herz, sie erwarben mein volles Vertrauen.“

Wir danken Ihnen für Ihre wertvolle Unterstützung unserer Arbeit – sie ist wichtiger denn je.

 

Neues Spendenkonto ab dem 20.10.2014

Ab Montag den 20. Oktober 2014 hat AMCHA Deutschland e.V. ein neues Spendenkonto:

IBAN: DE90 5206 0410 0003 9113 65
BIC: GENODEF1EK1
Evangelische Bank eG

Unsere langjährige Hausbank, die Evangelische Darlehnsgenossenschaft (EDG) hat sich mit der Evangelischen Kreditgenossenschaft (EKK) zur Evangelischen Bank eG zusammengeschlossen. Dadurch verändern sich ab dem 20. Oktober 2014 auch unsere Bankdaten.

Die Bank hat eine Übergangsfrist eingerichtet. Zahlungen an die bisherige Kontonummer bzw. IBAN werden bis zum 31.12.2015 automatisch umgeleitet. Das gilt auch für die Daueraufträge, die Sie eingerichtet haben. Lastschriftmandate, die Sie uns erteilt haben, bleiben davon unberührt. Hier müssen Sie nichts unternehmen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, so können Sie uns sehr gern unter der Telefonnummer 030 – 28 09 80 38 anrufen, oder Sie schreiben uns eine E-Mail an info@amcha.de.

Tief durchatmen. Die Arbeit von AMCHA in gewaltvollen Zeiten

Im Fokus:  Sommer 2014.
 

Rechovot

Rechovot, südlich von Tel Aviv im August: Zirka 60 willensstarken Senioren im Alter von 76 bis 96 trotzen der Gefahr möglicher Raketenangriffe, um an einem Treffen im AMCHA-Zentrum teilzunehmen. Die Hilfsangebote von AMCHA sind für viele der Überlebenden unverzichtbar geworden, besonders in diesen schwierigen Zeiten“, sagt Tammy Kahanov, Leiterin von AMCHA Rechovot. „Um mit der konstanten Angst während des Krieges umzugehen ist es wichtig, ihnen einen Alltag zu ermöglichen und sie nicht allein zu lassen.“

In einer Selbsterfahrungsübung sollen die Klienten lernen, besser mit der gewaltsamen Situation der vergangenen Wochen umzugehen. „Wir wollten uns weniger auf das sprechen konzentrieren, als darauf, jedem die Möglichkeit zu geben, der Fantasie freien Lauf zu lassen um Stress abzubauen“, erklärt Kahanov. Jedem Teilnehmer des Workshops wurde ein Ballon gegeben. Die Teilnehmenden sollten mit diesem Ballon eine Situation verbinden. Indem sie den Ballon durch tiefe Atemübungen aufbliesen, ihn mit allen Sinnen ertasteten und hin und her warfen, befreiten sie sich emotional und physisch von dem damit verbundenen Gefühl.

„Wegen des Krieges hatte ich keine Kindheit“, erzählt Shmuel der Gruppe. „Im Alter von vier Jahren war ich bereits im Konzentrationslager anstatt in einem Kindergarten. Ich habe nicht gespielt. Aber das Kind in mir habe ich nicht verloren. Ich liebe es zu spielen und meine Phantasie zu beflügeln, die mich in eine Kindheit versetzt, die ich nie hatte. Ich bin dankbar dafür, zu AMCHA kommen zu können. Besonders in dieser Zeit ist es so wichtig für mich hier zu sein, mit den anderen, einfach loslassen zu können und ich selbst zu sein.“

Tel Aviv

Auch Tel Aviv, die Metropole am Mittelmeer, wurde in den letzten Wochen aus dem Gazastreifen angegriffen. „Die Menschen sind müde, ängstlich und gestresst, aber sie sind auch entschlossen, versuchen, ihren Alltag so gut es geht zu gestalten“, erklärt Tali Rasner, Psychologin und Leiterin des AMCHA-Zentrums dort.

Kreativität und körperliche Aktivität haben dabei einen großen therapeutischen Nutzen. Jeden Tag versucht der AMCHA-Sozialclub mit Gruppengesprächen, Keramik-Kursen oder Yoga-Unterricht den Klienten Aktivitäten anzubieten, die ihnen einen Raum der Geborgenheit, für Zuversicht und gegen Einsamkeit, schaffen. „AMCHA ist ihr zweites Zuhause und viele sagen, dass sie nicht noch einmal ihre Heimat verlassen wollen oder sich verstecken möchten, wie sie es im Holocaust erleben mussten,“ so Rasner weiter.
Viele Überlebende aus dem Süden Israel hingegen mussten ihr Zuhause verlassen und sind zu Verwandten in Tel Aviv gezogen. AMCHA hat für sie die Türen geöffnet. „Wenn es Raketenalarm gibt, versammeln wir uns alle im Treppenhaus“, erzählt Rasner. „Für manche von ihnen werden schreckliche Erinnerungen an die Vergangenheit wach.“

Die 90-jährige Halina Ashkenazy Engelhard begann zu weinen, fühlte sich in ihre Kindheit zurückversetzt. Die Bilder von israelischen Kindern, die in Bunker kauern mussten, und von palästinensischen Kindern, die starben, konnte sie nicht verarbeiten. „Es gibt keinen Unterschied zwischen Blut. Kinder müssen in ihren eigenen Betten ohne Angst schlafen können.“

Jede Woche besuchen 180 Freiwillige Klienten von AMCHA in Tel Aviv und Umgebung. Über 2.000 Menschen erhalten dadurch Hilfe, gerade in schwierigen Zeiten. „Das wichtigste für sie ist, dass sie das Gefühl haben, dass es jemanden gibt, der sich um sie kümmert und heute auf sie achtet,“ sagt Yuval Dotan, Sozialarbeiter bei AMCHA. „Die stärkste Erfahrung vieler Überlebender ist, dass sie sich allein gelassen fühlten, dass ihnen niemand geholfen hat. AMCHA ist da, diese Lücke zu füllen.“

Hier können Sie zwei Artikel über die Situation bei AMCHA im Sommer 2014 lesen:

Die Holocaust-Überlebenden mit Fahrradhelmen

Sirenen und Raketen rütteln emotionale Erinnerungen von Holocaust-Überlebenden wach

Erinnerungen an Noach Flug

Als Überlebender des Holocaust engagierte sich Noach Flug zwischen 1984 und 2011 unermüdlich für die Interessen der Überlebenden der Shoah und für die Verständigung zwischen Israel und Deutschland. Noach Flug starb am 11. August 2011 in Jerusalem. Bettina Schaefer hat in ihrem berührenden Buch „‚Ich bleibe Optimist, trotz allem.‘ Erinnerungen an Noach Flug“ Erinnerungen an den Weggefährten, Freund, Politiker und Familienmenschen Noach Flug, der viele Jahre im Vorstand von AMCHA Israel aktiv war, gesammelt.  Zu den Autoren zählen Dr. Martin Auerbach, klinischer Direktor von AMCHA und Stephan J. Kramer, stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der AMCHA-Stiftung Deutschland.

Erschienen im Jetztzeit-Verlag, ISBN 9 783 9 8143894 9, 20 Euro, erhältlich im Buchhandel und als eBook.

 

Zum jüdischen Neujahrsfest Rosh HaShana

Wir wünschen allen Freunden und Förderern von AMCHA ein gesundes und friedliches neues Jahr und danken für Ihre wertvolle Unterstützung!

Wie wichtig diese Hilfe ist, haben die letzten Monate gezeigt, die durch Gewalt und Krieg geprägt waren. Viele der Holocaust-Überlebenden leiden unter Re-Traumatisierungen, sie fühlen mit den von Gewalt betroffenen Menschen in Israel und im Gazastreifen und müssen unter der ständigen Bedrohung von Frieden und Sicherheit leben.

AMCHA Ashkelon, Lukas Welz mit Marlen Maor

Von links: Marlen Maor, Leiterin von AMCHA Ashkelon, mit Lukas Welz.

Besonders wichtig sei die Arbeit von AMCHA in gewaltvollen Zeiten, hob Lukas Welz, Vorsitzender von AMCHA Deutschland e.V., während einer Zeremonie zum jüdischen Neujahrsfest Rosh HaShana für Überlebende in Ashkelon hervor. „Darum danke ich der Leiterin von AMCHA Ashkelon, Marlen Maor, und dem ganzen Team für ihre außergewöhnliche Arbeit in den letzten Monaten. Anerkennung und Anteilnahme drückte er gegenüber den Überlebenden aus, die in Ashkelon schwierige Herausforderungen zu bewältigen haben. „Ihnen allen wünsche ich im neuen Jahr 5775 vor allem Gesundheit und Frieden – Shana tova!“

AMCHA Ashkelon, Lukas Welz mit Shaul Spielmann

AMCHA Ashkelon, Lukas Welz mit dem in Wien geborenen Shaul Spielmann.

Seit fünf Jahren arbeitet AMCHA in der südisraelischen Stadt Ashkelon nahe dem Gazastreifen. Seither suchen immer mehr Überlebende Hilfe bei AMCHA. Einer von ihnen ist Shaul Spielmann, der in Wien geboren wurde. Lange Jahre konnte er nicht über seine Erlebnisse in Theresienstadt und Auschwitz sprechen. Die Therapie bei AMCHA hat ihm geholfen, zurück ins soziale Leben zu finden. Erst vor wenigen Wochen besuchte er mit seiner Familie die Orte seines Leidens, eine Reise, die er vor wenigen Jahren noch nicht hätte machen können.

AMCHA Ashkelon, Lukas Welz mit Reuven Reiter

Von links: Lukas Welz mit Reuven Reiter, geboren in Chemnitz, der seit vielen Jahren mit AMCHA verbunden ist.

 

„Mut zum Leben“

Die Städte Celle und Eberswalde engagieren sich seit Jahren auf herausragende Weise für AMCHA und die Überlebenden des Holocaust. In den kommenden Monaten wird in beiden Städten im Rahmen von Benefizveranstaltungen zugunsten von AMCHA der Film „Mut zum Leben“ der Regisseure Christa Spannbauer und Thomas Gonschior zu sehen sein.

Der Film porträtiert vier außergewöhnliche Menschen von beeindruckendem Lebensmut, unzerstörter Hoffnung und tiefer Mitmenschlichkeit. Nie wieder soll ein Mensch erleben müssen, was ihnen widerfahren ist – dafür treten Esther Bejarano, Yehuda Bacon, Éva Pusztai-Fahidi und Greta Klingsberg bis ins hohe Alter ein.

Esther Bejarano, Sängerin, 88, Hamburg:
„Wenn ich das schon überlebt habe, dann muss ich doch wieder anfangen zu leben und alles dafür tun, dass so etwas nie wieder geschieht.“

Yehuda Bacon, Maler, 83, Jerusalem:
„Wer in der Hölle war, weiß, dass es zum Guten keine Alternative gibt.“

Éva Pusztai-Fahidi, Autorin, 87, Budapest:
„In uns, die wir aus Auschwitz zurückgekommen sind, ist die Lebenskraft sehr tief. Wir wissen, wie teuer das Leben ist.“

Greta Klingsberg, Sängerin, 83, Jerusalem:
„Überlebt zu haben, ist noch keine Auszeichnung. Es kommt doch darauf an, was man daraus macht.“

Sie erfuhren die Unmenschlichkeit am eigenen Leibe und wurden zu Lehrern der Menschlichkeit. Sie haben Auschwitz überlebt und machen Mut zum Leben.

Am 23. Spetember in Eberswalde und am 9. November in Celle wird jeweils die Regisseurin Christa Spannbauer anwesend sein und ihren besonderen Film vorstellen.

Auf beide Veranstaltungen werden wir auch noch einmal im Einzelnen hinweisen.