Ich will ihnen versichern, dass wir um die Verantwortung Deutschlands wissen und Ihnen sagen, dass es eine Verantwortung ist, die keinen Schlussstrich kennt.

Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier besucht AMCHA in Jerusalem

„Ich will Ihnen versichern, dass wir um die Verantwortung Deutschlands wissen, und Ihnen sagen, dass es eine Verantwortung ist, die keinen Schlussstrich kennt.“

Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier bei seinem Besuch des AMCHA-Zentrums in Jerusalem im Anschluss an seine Begegnung mit Überlebenden der Shoah am 22. Januar 2020

Im AMCHA-Zentrum in Jerusalem traf Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Überlebenden zusammen, die von AMCHA darin unterstützt werden, die traumatisierenden Erfahrungen zu bearbeiten. Giselle Cycowicz überlebte Auschwitz-Birkenau und ist bis heute mit über 92 Jahren als Therapeutin in Jerusalem für AMCHA aktiv. Auch ihre Tochter Yael richtete das Wort an den Bundespräsidenten und berichtete davon, wie sie als Kind einer Überlebenden auch das Schweigen deuten lernte.

Elias Feinzilberg ist schon 102 Jahre, überlebte mehrere Konzentrations- und Vernichtungslager, Todesmärsche. Er sagte im AMCHA-Zentrum zum Bundespräsidenten:

„Dass wir hier leben, ist unsere Rache an den Nazis.“

Die Zahl der Therapiestunden für Holocaust-Opfer ist von 114.920 Stunden (2009) auf 245.489 (2019) gestiegen – gerade im Alter, wenn die Einsamkeit und Depressionen zunehmen, wächst der Therapiebedarf, betont Lukas Welz, Vorsitzender von AMCHA Deutschland.

Ausgewählte Presseberichte mit AMCHA-Bezug
zum 27. Januar 2020 und dem Besuch von Bundespräsident Steinmeier