Einträge von AMCHA Deutschland

„A Never Ending Story. Erinnerung und Trauma in der 3. Generation“ – Tagung des ZdJ in Berlin

Zahlreiche Studien weisen nach, dass die traumatischen Erfahrungen der Überlebenden der Shoah deutliche Spuren in der Lebens- und Gefühlswelt nachfolgender Generationen hinterlassen. Nachdem sich Angehörige der Dritten Generation nunmehr verstärkt literarisch und filmisch zu Wort melden und auf sich aufmerksam machen, möchten wir auf der Tagung die Auswirkungen der transgenerativen Erfahrungen vorstellen, analysieren und reflektieren. Neben wissenschaftlichen Erkenntnissen werden anhand der Darstellung unterschiedlicher biographischer Narrative von Angehörigen der Dritten Generation Einblicke in die psychische Verarbeitung der familiären Geschichten eröffnet. Die Tagung selbst wird den Teilnehmenden genügend Raum dafür bieten, die eigenen emotionalen Zugänge zu der Thematik zu erschließen.

Zum Shoah-Gedenktag in Israel

Am 28. April 2014 wurde in Israel der Yom HaShoah, der Gedenktag zur Erinnerung an die Shoah, begangen. In den AMCHA-Zentren in Israel sind an diesem Tag Tausende Menschen aller Generationen zusammengekommen, um gemeinsam zu gedenken, sich zu erinnern und auszutauschen. An einer bewegenden Zeremonie in Tel Aviv konnte auch Lukas Welz, Vorsitzender von AMCHA Deutschland e.V., teilnehmen. Neben Überlebenden der Shoah kamen Kinder und Enkelkinder der Überlebenden, aber auch Menschen zusammen, deren Familie keine Shoah-Vergangenheit teilt. Im Anschluss an die Zeremonie wurden in Workshops verschiedene Angebote der AMCHA-Sozialclubs und Psychotherapien vorgestellt. Im Bild zu sehen ist der Musik-Workshop, der vom Chor der Überlebenden mitgestaltet wurde. Tali Rasner, Leiterin von […]

Chag Pessach Sameach und frohe Ostern!

Im Namen von AMCHA Israel und AMCHA Deutschland wünschen wir Ihnen Chag Pessach Sameach und frohe Ostertage! Das Bild zeigt einen Sederabend im jüdischen Kinderheim „Ahava“ in der Berliner Auguststraße in den 1920er Jahren. Ahava steht für Liebe und Pessach ist ein Fest des Aufbruchs, der Befreiung und der Ermutigung gegen alle deprimierenden Erfahrungen und bedrückenden Geschehnisse. AMCHA gibt vielen Shoah-Überlebende und ihren Nachkommen diese Hoffnung und Zuwendung und wir möchten uns bei Ihnen für die Unterstützung dieser wichtigen Arbeit bedanken!  

»Fluchten. Wie ein junges Mädchen den Holocaust überlebte« – Buchpräsentation und Zeitzeugengespräch mit Eva Erben und Günther Jauch

30. Januar 2014, 18 Uhr Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Oranienburger Straße 28–30, 10117 Berlin Eva Erben (*1930) stammt aus dem Sudetenland. Ihre Eltern, Jindrich und Marta Löwidt, beschlossen 1936, in die tschechoslowakische Hauptstadt Prag zu ziehen. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht am 15. März 1939 änderte sich ihr Leben schlagartig. Im Dezember 1941 wurden die Löwidts in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Der Vater wurde 1944 nach Kaufering verschleppt und ermordet. Eva und ihre Mutter kamen nach Auschwitz-Birkenau, dann in ein Außenkommando des KZ Groß-Rosen. Im Februar 1945 trieb die SS sie auf einen ›Todesmarsch‹, den die Mutter nicht überlebte. Eva gelang die Flucht und wurde von einer tschechischen […]

Zahl traumatisierter Holocaust-Überlebender erreicht Höchsstand

Massiver Anstieg um 18 Prozent auf über 16.000 Patienten in den letzten zwei Jahren: Anlässlich des 69. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz warnt die deutsche Sektion von AMCHA, dem israelischen Zentrum zur psychosozialen Hilfe für Überlebende des Holocausts, davor, während des Gedenkens an die Toten die wachsende Zahl der auf psychologische Hilfe angewiesen Überlebenden zu ignorieren. In Israel leben heute noch etwa 200.000 Überlebende. Obwohl diese Gruppe stetig kleiner wird, wächst die Zahl derer stark an, denen aufgrund schwerer psychischer Erkrankungen ein selbstständig soziales Leben immer weniger möglich wird. Das späte Auftreten von Traumata als Folge der Erfahrungen von Verfolgung, Zwangsarbeit oder Gewalt ist jedoch nicht ungewöhnlich: ”Traumatische Erinnerungen treten […]

Gedenkgottesdienst zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Gemeinsamer Gottesdienst von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, Evangelischer Kirchengemeinde in der Friedrichstadt und der Französischen Kirche in Berlin am 27. Januar 2014, 19.00 Uhr Heilig Kreuz-Kirche, Berlin-Kreuzberg Im Gottesdienst wird auf die Arbeit von AMCHA in Israel hingewiesen. Gottesdienst im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee die wenigen Lebenden in Auschwitz. Seit 1996 ist dieser Tag in Deutschland Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Wir werden gedenken in diesem Gottesdienst, wir – die Kinder und Kindeskinder der Vorbereiter, der Propagierer, der Täter, der Ermöglicher, der Profiteure des Massenmords. Dies tun wir, indem wir innehalten, den Gott Israels anrufen: ihm klagen, ihn bitten, auf […]

Zum Jahresende

Auch im zurückliegenden Jahr haben mehr Menschen Hilfe bei AMCHA gesucht, als je zuvor. Für Ihre Unterstützung der wichtigen Arbeit möchten wir uns bei Ihnen im Namen von AMCHA Israel herzlich bedanken und freuen uns, die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit im nächsten Jahr fortsetzen zu können! Ihnen und Ihren Familien wünschen wir frohe Tage und ein gesundes und glückliches 2014!

Tagung „Gebrochene Identitäten“ in Frankfurt/Main

Dr. Martin Auerbach, Klinischer Direktor von AMCHA Israel, referierte über „Trauma, Dissoziation und gebrochene Identitäten“ auf der Tagung „Gebrochene Identitäten“, die auf Einladung der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden (ZWST), der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und der Aktion Mensch vom 4. bis 7. November 2012 in Frankfurt/Main stattfand. Leitfragen der Tagung waren unter anderem, wie ein Mensch das Überleben nach dem Holocaust übersteht und wie Kinder und Erwachsene auf extreme Erlebnisse reagieren. Dr. Martin Auerbach findet keine eindeutigen Antworten auf diese Fragen: Extreme traumatische Erlebnisse können zu einem „überdurchschnittlichem Erinnerungsvermögen“, aber auch „Gedächtnislücken“ führen. Eine Form der Therapie ist die Lebensrückblick-Therapie, die AMCHA in Israel eingeführt hat.   Hier können […]

Yehuda Bacon

ist Künstler und Unterstützer von AMCHA, wurde 1929 in Mährisch Ostrau geboren. Er überlebte Theresienstadt, Auschwitz-Birkenau, Mauthausen und Gunskirchen. „Traumata, die viele Jahrzehnte unterdrückt waren, brechen wieder auf, wenn unsere Kinder so alt sind, wie wir es waren, als wir befreit wurden, oder wenn die Einsamkeit uns zurück versetzt in das Lager. In Israel gibt es eine Organisation, der ich verbunden bin, da sie uns Überlebenden hilft, mit dem Überleben und den Folgen der Verfolgung umzugehen und denjenigen Wärme, Vertrauen und Hilfe zu spenden, die sie brauchen: AMCHA wurde 1987 als Selbsthilfeorganisation von Überlebenden für Überlebende gegründet, um psychosoziale Hilfe zu leisten. Mehr als 17<TH>000 Menschen hilft AMCHA heute jährlich, […]