DIE GEGENWART VON VERGANGENHEIT: ISRAEL UND RUANDA

Folgen der Verfolgung für Überlebende kollektiver Gewalt – Podiumsdiskussion im Rahmen der Tage des Exils

Dienstag, 6. November 2018, 18.00 Uhr

Konrad Adenauer Stiftung Hamburg
Hansecontor Esplanade, 3. OG
Stephansplatz 2-6, 20354 Hamburg

Eintritt frei.

Langjährige Verfolgung und Gewalt führen häufig zu extremen Traumata bei den Überlebenden und ihren Nachkommen – oftmals auch Jahrzehnte danach, wie man bei Überlebenden des Holocaust zeigen kann. Migrationserfahrung, soziale Not, Krieg und Verlust von Angehörigen sind zudem Faktoren, die zu einer mehrfachen Traumatisierung führen können.

Am Beispiel von Ruanda und Israel sollen langjährige Erfahrungen in der Hilfe für traumatisierte Überlebenden dargestellt werden. Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es? Von welchen Traumata sprechen wir im Kontext menschengemachter Gewalt? Welche Grundlagen braucht es, um psychosoziale Hilfe wirksam und nachhaltig zu gestalten und damit den Traumatisierten langfristig zu helfen? Wie wirken Flucht und Exil auf die Traumatisierungen ein? Was können wir mit- und voneinander lernen im Umgang mit Traumatisierten?

Dr. Martin Auerbach ist Psychiater und klinischer Direktor von AMCHA Israel, einer Hilfsorganisation für Überlebende des Holocaust und ihre Nachkommen.

Esther Mujawayo arbeitet als Therapeutin für traumatisierte Geflüchtete in Deutschland und hat AVEGA, die Assoziation der Witwen des Genozids in Ruanda 1994 mitgegründet.

Begrüßung: Dr. Karolina Vöge, Landesbeauftragte der Konrad Adenauer Stiftung für Hamburg und Leiterin des Politischen Bildungsforums Hamburg
Moderation: Lukas Welz, Vorstandsvorsitzender AMCHA Deutschland e.V.