Giselle, 91, spricht die Sprache des Holocaust

Porträt der AMCHA-Therapeutin Giselle Cycowicz, die selbst Auschwitz überlebte, in DIE WELT vom 13. September 2018

Ein lohnenswerter Artikel über das Leben der AMCHA-Therapeutin Giselle Cycowicz, die selbst Auschwitz überlebte und die Hilfe von AMCHA für die Überlebenden im Alter heute.

„Wenn Giselle Cycowicz von ihren Patienten erzählt, dann ist es, als rede sie von guten Bekannten oder Freundinnen. Die Regel, dass ein Therapeut seine Gefühle nicht zeigen oder gar über Persönliches erzählen darf, fand sie für die Menschen, die sie behandelt, noch nie passend.

Giselle Cycowiczs Patienten sind alt, der jüngste ist 86, die älteste 95. Sie haben ihr Leben lang funktioniert, gearbeitet, Kinder erzogen. Jetzt im Alter, da sie einsamer, ihre Sinne schwächer werden, wird die Vergangenheit intensiver: die Bilder, die Gefühle, Geräusche, Gerüche von damals. All das, was sie jahrelang versucht haben zu vergraben. Und manchmal geht dann gar nichts mehr. So wie bei Lisa, die seit Jahren das Bett nicht mehr verlässt und sich ganz dem Schmerz hingibt.

Giselle Cycowiczs Patienten gehören zu den letzten Überlebenden des Holocausts. Seit 26 Jahren arbeitet die Psychotherapeutin für Amcha, eine gemeinnützige jüdische Organisation, die in Israel seelische Hilfe für Holocaust-Überlebende anbietet, aber auch für deren Kinder und Enkel.“

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