LEBEN NACH DEM ÜBERLEBEN

Ausstellung und Begleitprogramm in Kassel

1. März – 11. April 2018

Bundessozialgericht
Graf-Bernadotte-Platz 5, 34119 Kassel

Montag – Donnerstag, 9-16 Uhr
Freitag 9-14 Uhr
Eintritt frei

Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Christian Geselle.

Die Überlebenden des Holocaust wurden vor mehr als siebzig Jahren zwar befreit, ihr Leben ist aber bis heute von schweren Traumata geprägt. Das Leben nach dem Überleben – was bringt es mit sich für die Überlebenden und ihre Familien? Wie wirken die Schrecken der Verfolgung heute nach? Welchen Einfluss hat der Umgang der Gesellschaft mit der Vergangenheit auf die individuelle Aufarbeitung?

Viele Monate lang begleitete die Fotografin Helena Schätzle im Auftrag der Hilfsorganisation AMCHA Überlebende des Holocaust und ihre Familien in Israel.

Entstanden sind Miniaturen, die Erinnerungen der Überlebenden und ihrer Nachkommen erzählen. Bilder und Zitate von drei Generationen zeigen die emotionalen Spuren einer immer noch präsenten Vergangenheit. Momente, die geprägt sind von tiefer Einsamkeit, Angst, Trauer und den damit verbundenen Gedanken, Gefühlen und Verhaltensweisen. Aber auch von Hoffnung, von wiedergewonnener Freude an der Gegenwart und einer zutiefst beeindruckenden Vitalität und Lebensbejahung.

Das Dokumentationsprojekt wurde mit dem Alfred Fried Award 2016 und dem Friedensbild des Jahres 2016 ausgezeichnet. Die Ausstellung, gefördert aus Mitteln des Auswärtigen Amtes und der Stiftung EVZ wurde erstmalig im Januar 2016 im Auswärtigen Amt in Berlin gezeigt und war anschließend während des Evangelischen Kirchentages 2017 sowie in Bielefeld zu sehen.

BEGLEITPROGRAMM

1. März 2018, 18 Uhr, Bundessozialgericht
Führung mit der Fotografin Helena Schätzle, Zeitzeugengespräch mit Pnina Katsir (Jerusalem)

4. März 2018, 17 Uhr, Synagoge Kassel
Benefizkonzert zugunsten von AMCHA mit dem Shalom-Chor Berlin und den Solisten Svetlana Kundish und Assaf Levitin. Grußwort von Rouven Sperling, stv. Vorsitzender von AMCHA Deutschland
Eintritt: 12/6 Euro

14. März 2018, 18 Uhr, Bundessozialgericht
Gespräch über die Folgen der Shoah für die nachfolgenden Generationen mit Ilana Katz (Vorsitzende Jüdische Gemeinde Kassel), Gabriela Katz (Schülerin) und Sharon Ryba-Kahn (Regisseurin), moderiert von Elena Padva (Sara Nussbaum Zentrum). Anschließend führt Helena Schätzle durch die Ausstellung.

21. März 2018, 18.30 Uhr, Sara Nussbaum Zentrum
„Junge Muslime in Auschwitz“: Vortrag über die Jugendarbeit von Burak Yilmaz
Eintritt: 5/3 Euro

11. April 2018, 17 Uhr, Bundessozialgericht
Juristischer Abend, gestaltet von Richtern des Bundessozialgerichts: Renten aus Ghetto-Beschäftigung. Im Pendelblick zwischen Gesetzgebung und höchstrichterlicher Rechtsprechung